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Harry verrät es "Das Kartell": Das steckt hinter dem heimlichen Deal der Queen mit der britischen Presse

Herzogin Meghan und Prinz Harry
Herzogin Meghan und Prinz Harry finden das "Royal Rota"-System veraltet
© DANIEL LEAL-OLIVAS / AFP
Prinz Harry und Herzogin Meghan haben es im Interview mit Oprah Winfrey deutlich gesagt: Die britische Presse war ein Grund für ihren Rücktritt. Welches System dahinter steckt. 

Prinz Harry und Herzogin Meghan haben öffentlich mit der britischen Monarchie gebrochen. Mit Oprah Winfrey sprachen sie über Rassismus und vor allem die erbarmungslose britische Presse. Dahinter steckt eine alte Fehde von Harry und seinem Erzfeind: dem "Royal Rota"-System. 

Harry und Meghan: Die Presse ist der Erzfeind

Das System wurde vor mehr als 40 Jahren gegründet, "um den britischen Print- und Rundfunkmedien exklusiven Zugang zu den offiziellen Engagements der Mitglieder der Königsfamilie zu ermöglichen", erklärten Meghan und Harry im vergangenen Jahr auf ihrer mittlerweile stillgelegten Website. Sie merkten damals allerdings an, dass die Vereinbarung eben vor 40 Jahren getroffen wurde – vor dem Internet und Social Media – und deshalb nicht mehr zeitgemäß sei. Mitglieder des "Royal Rota"-Systems, und damit bei allen royalen Auftritten dabei, sind: "The Daily Express", "The Daily Mail", "The Daily Mirror", "The Evening Standard", "The Telegraph", "The Times" und "The Sun". Diese Zusammenkunft britischer Medien sollen Meghan und Harry laut "Financial Times" mal "Das Kartell" getauft haben – ein vielsagender Spitzname. 

Auf ihrer Website erklärten sie damals, in Zukunft mit Medien zusammenzuarbeiten, die "Inklusivität, Vielfalt und Toleranz fördern". Das Problem: Der Rest der Familie macht dabei nicht mit. Sowohl die Queen als auch Prinz Charles und die Cambridges arbeiten weiter mit der "Rota" zusammen. Mit all jenen Journalisten, die regelmäßig in niederträchtiger Art und Weise über Meghan schreiben. Aus Sicht von Harry ein unmöglicher Zustand. 

"Hinter verschlossenen Türen"

Im Fall von Harry und Meghan kam zur üblichen Tabloid-Presse noch der Aspekt Rassismus hinzu. Schon in den ersten Tagen, nachdem die Beziehung der beiden öffentlich wurde, wehrte sich Harry erstmals gegen die Berichterstattung. Immer wieder verteidigte er seine Ehefrau gegen die diskriminierenden Artikel und Bezeichnungen. 

"Wie rassistisch muss man sein" – Twitter-User reagieren auf das Interview von Harry und Meghan

Der Knackpunkt scheint jedoch nicht einzig die Presse gewesen zu sein, sondern die fehlende Unterstützung von der Familie. Im Gespräch mit Oprah Winfrey offenbarte er, was ihm immer wieder gesagt wurde, wenn er um Hilfe bat: "Wir sind da alle durch. So ist es nun mal." Auch Royals seien abhängig von guter Presse, erklärte er. Es seien unausgesprochene Verträge, die "hinter verschlossenen Türen" unterzeichnet würden. Nach dem Motto: Ich gebe euch Geschichten, ihr mir dafür einen guten Ruf. Und so wollte sich niemand in seinem Umfeld gegen den Rassismus stellen, den seine Frau erlebte. 

Es ist ein fatales Zusammenspiel von drei Faktoren – Presse, Rassismus und mangelnde Unterstützung – die letztlich zu einem Bruch führten, der nicht mehr rückgängig zu machen sein wird. 

Verwendete Quelle: "Financial Times"

ls

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