was-macht-eigentlich Olivier De Bray


In seinem ersten Spot für den deutschen Markt ließ sich das Model 1995 gekonnt in die ostfriesischen Dünen fallen - und empfahl zur Entspannung ein 'friesisch-herbes' Bier

In seinem ersten Spot für den deutschen Markt ließ sich das Model 1995 gekonnt in die ostfriesischen Dünen fallen - und empfahl zur Entspannung ein 'friesisch-herbes' Bier STERN: Bei Ihnen in Los Angeles ist es neun Uhr morgens. Haben wir Sie geweckt?

DE BRAY: Nein, ich sitze an meinem Schreibtisch und arbeite.

STERN: Was macht man als Model am Schreibtisch?

DE BRAY: Ich gründe gerade mit zwei Freunden eine Immobilienfirma. Wir kaufen heruntergekommene Häuser, richten sie her und verkaufen sie für gutes Geld.

STERN: Haben Sie den Beruf gewechselt?

DE BRAY: Nein. Ich bin mit Werbespots und Anzeigen gut im Geschäft. Ich bin fest unter Vertrag bei einer Modelagentur in L.A., mache viele Modestrecken für Magazine. Aber ich kann ja nicht ewig Model bleiben. Ich muss auch an die Zukunft denken.

STERN: In dem 'Jever'-Spot gehen Sie durch die Dünen bei Dangast in Friesland - dann lassen Sie sich plötzlich einfach fallen. Mit dieser Szene sind Sie bekannt geworden.

DE BRAY: Schon merkwürdig. Aber ich glaube, dass ich mehr kann, als mich nur fallen zu lassen.

STERN: Haben Sie das eigentlich geübt?

DE BRAY: Wir brauchten eine gute Schlussszene, etwas Besonderes, das die totale Entspannung zeigt. Mein Regisseur sagte: 'Lass dich einfach fallen!' Und hat gleich die Kamera laufen lassen. Danach musste ich noch zehnmal genauso fallen, einmal auch ins Wasser. Das war wenigstens nicht so hart wie der Sand, da hab ich mir immer den Kopf gestoßen.

STERN: Seit Anfang des Jahres schaltet Jever diesen Spot nicht mehr. Trotzdem geht noch massenweise Fanpost ein, und alle fragen: Wo ist der 'Jever'-Mann?

DE BRAY: Ich lebe zur Zeit in Los Angeles und habe von dem ganzen Rummel nicht viel mitbekommen. So hab ich auch diese Briefe nie bekommen; wäre schön, wenn ich sie hätte lesen können.

STERN: Trinken Sie Bier?

DE BRAY: Klar. Mir schmeckt's. Ein schönes frisches Bier, das ist eine gute Sache.

STERN: Gibt es 'Jever' in Los Angeles? Oder müssen Sie sich mit amerikanischem Bier begnügen?

DE BRAY: Wissen Sie was? Manchmal ist ein Bier einfach ein Bier. Wenn du ein bestimmtes Bier willst, und die Kneipe hat es nicht, dann nimmst du, was sie haben.

STERN: Wie wurden Sie als Model entdeckt?

DE BRAY: Ich habe in Paris als Tischler gearbeitet und war morgens um 7 Uhr in der Metro unterwegs. Da tippte mir ein Mann auf die Schulter und fragte, ob er Fotos von mir machen dürfte. Da war ich gerade 21. Wir haben uns dann auf dem Friedhof von Montmartre getroffen. Ich hielt das erst für einen schlechten Scherz.

STERN: Tischlern Sie noch?

DE BRAY: Klar, das ist für mich zu einer Art Meditation geworden. Ich habe die ganze Einrichtung in meinem Haus selbst gezimmert - Tisch, Stühle, alles.

STERN: Sie haben ein Häuschen im Grünen?

DE BRAY: Nein, ich brauche das pralle Leben. Ich wohne am Melrose Place in Los Angeles.

STERN: Finden Sie sich eigentlich schön?

DE BRAY: Ich glaube, ich sehe ganz okay aus. Aber ich stehe nicht morgens im Bad vor dem Spiegel und denke: Was für ein toller Mann! Ich schaue ja nicht einmal beim Zähneputzen in den Spiegel.

STERN: Und wann können Deutschlands Frauen Sie wieder bewundern?

DE BRAY: Vielleicht sehen sie mich bald in einem Spot eines großen deutschen Autoherstellers.

STERN: Sind Sie noch zu haben?

DE BRAY: Im Moment nicht. Ich bin zur Zeit vergeben. Vorher war ich vier Jahre lang Single. Ob's aber für die Ewigkeit ist, weiß ich nicht.

Mit Olivier de Bray sprach STERN-Mitarbeiterin Ulrike Beseke.


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