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WINONA RYDER: Hollywoodstar wird der Prozess gemacht

Als Schauspielerin ist sie grandios, beim Klauen braucht Winona Ryder offenbar noch Übung. Ab nächster Woche steht der Hollywoodstar wegen Diebstahls vor Gericht.

Der Filmschauspielerin Winona Ryder wird sechs Monate nach ihrer Festnahme wegen Ladendiebstahls nun der Prozess gemacht. Nach Berichten des Fernsehsenders CNN entschied ein Richter in Beverly Hills (Kalifornien) ein Verfahren gegen die 30-Jährige zu eröffnen. Es gäbe »ausreichende Gründe für die Annahme, dass Winona Ryder schuldig ist und sich zu den Vorwürfen äußern muss«. Am Freitag nächster Woche soll die Schauspielerin dem Haftrichter vorgeführt werden.

Vom Kaufhausdetektiv auf frischer Tat ertappt

Eine Detektivin des Kaufhauses Saks Fifth Avenue sagte vor Gericht aus, sie habe die Schauspielerin in einer Umkleidekabine beim Entfernen mehrerer Diebstahlsicherungen von unbezahlter Ware beobachtet. Mit einer Schere habe sie die Etiketten abgeschnitten und die Ware in ihre Tasche gesteckt. Die Angestellte wurde auf Ryder angesetzt, nachdem Sicherheitschef Kenneth Evans durch Überwachungskameras auf die verdächtige Kundin aufmerksam geworden war. Er gab an, die Schauspielerin zunächst nicht erkannt und für eine Obdachlose gehalten zu haben. Ryders Anwalt bezeichnete die Anschuldigungen als »Lügen«. Die Schauspielerin selbst hatte nach der Festnahme auf »nicht schuldig« plädiert.

Ryder bei der ersten Anhörung von Kamerateam verletzt

Der Filmstar war zu der Anhörung mit einer Armschlinge erschienen. Bei einem Termin am Montag war Ryder im Gedränge von einem Kamerateam am Ellbogen verletzt worden. Ihrem Anwalt zufolge erlitt sie einen Knochenbruch. Die Anhörung war daraufhin vertagt worden, nachdem ihr Verteidiger wegen der Verletzung seiner Mandantin ärztliche Versorgung verlangt hatte. Ein Richter wies die Reporter vor dem Gebäude an, mindestens drei Meter Abstand von der Filmschauspielerin zu halten.

Haftstrafe bis zu drei Jahren droht

Die 30-Jährige soll Kleidung im Wert von rund 4760 Dollar (5500 Euro) aus dem vornehmen Kaufhaus entwendet haben. Außerdem wird ihr Vandalismus und der Besitz eines verschreibungspflichtigen Medikaments angelastet. Ryder befindet sich seit Dezember gegen Kaution von 20.000 Dollar auf freiem Fuß. Ihr droht eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren und acht Monaten.