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Oscars 2022 Zoë Kravitz bereut ihre Kommentare zum Ohrfeigen-Skandal um Will Smith

Zoë Kravitz
Zoë Kravitz bei den Oscars 2022
© AMPAS/ / Picture Alliance
"Ich wünschte, ich wäre damit anders umgegangen": Die Schauspielerin Zoë Kravitz hat über ihre Kommentare zum Oscar-Skandal rund um Will Smith gesprochen. Für ihre Kritik erhielt sie damals viel Gegenwind.

Es war der Skandal-Moment bei der diesjährigen Oscar-Verleihung: Völlig unerwartet hatte Will Smith die Bühne betreten und den Moderator Chris Rock laut fluchend geohrfeigt, nachdem dieser einen Witz auf Kosten von Smiths Ehefrau Jada Pinkett Smith gemacht hatte. Die Hollywood-Prominenz im Saal reagierte geschockt - aber ohne Eingreifen. Nur wenige äußerten sich auch im Nachhinein überhaupt zu dem Moment. Eine von ihnen war die Schauspielerin Zoë Kravitz.

Auf Instagram postete sie Fotos vom roten Teppich und ihrem Oscar-Look und kommentierte etwa: "Hier ist ein Bild von meinem Kleid bei der Veranstaltung, auf der wir anscheinend jetzt Menschen auf der Bühne angreifen." Auf die Frage eines Users, ob sie denn nicht denke, dass Smith seine Frau verteidigen sollte, antwortete sie: "Nö." Kravitz erhielt viel Kritik für ihren Standpunkt, auch ein alter Shitstorm über halb-anzügliche Bemerkungen, die sie einst über den damals 14-jährigen Sohn von Smith gemacht hatte, wurde aufgewärmt. Schließlich löschte sie die Posts. Nun sprach sie erstmals darüber.

Kravitz zieht Konsequenzen aus Shitstorm

"Ich bin hin- und hergerissen, was ich dazu sagen soll, weil ich einfach darüber sprechen sollte, ich habe aber sehr gemischte Gefühle, was das Ganze angeht", sagte sie dem "Wall Street Journal" und äußerte dann Reue. "Ich wünschte, ich wäre anders damit umgegangen." Aus der öffentlichen Kritik zog sie offenbar Konsequenzen. "Es ist eine beängstigende Zeit, um eine Meinung zu haben oder das Falsche zu sagen oder kontroverse Kunst, Statements, Gedanken oder anderes zu haben", so Kravitz. Das sei besonders darum beängstigend, weil es bei der Kunst darum gehe, Unterhaltungen anzuregen.

Sie sei daran erinnert worden, dass sie eine Künstlerin sei. "Ich bin an einem Punkt in meinem Leben, wo ich mich nicht durch eine Bildunterschrift oder einen Tweet ausdrücken möchte. Ich möchte mich durch meine Kunst ausdrücken." Das Internet sei das Gegenteil einer Unterhaltung. 

Quelle: "Wall Street Journal"

sst

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