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Balmain für H&M: Das kosten die Teile der Designer-Kollektion

Einen Ring gibt's für 14,99 Euro, das teuerste Kleid schlägt mit satten 499 Euro zu Buche: Wenige Wochen, bevor die Balmain-Kollektion in die H&M-Läden kommt, sind nun die Preise der einzelnen Teile bekannt.

Balmain, H&M

Wer das perfekte Silvester-Outfit sucht, könnte bei der Balmain-Kollektion von H&M fündig werden: funkelnde Pailletten, glitzernde Strasssteine und schimmernde Seide zieren einzelne Teile. Der rote Rock etwa kostet 79,99 Euro, für das grüne Kleid muss man 149 Euro einrechnen und eine echte Investition ist das pinke Modell: Das ärmellose Kleid (M.) kostet 349 Euro.

Der Countdown läuft: Am 5. November kommt die neue Designer-Kollektion von H&M in die Läden. Die Wahl fiel in diesem Jahr auf das französische Modehaus Balmain und dessen Designer Olivier Rousteing. Der erst 30-jährige Franzose steht seit April 2011 an der Spitze des Traditionshauses und löste Christophe Decarnin ab, der Balmain in den vergangenen Jahren zu einer der begehrtesten Labels machte. Rousteing setzt die Erfolgsgeschichte fort und erreicht mit seinen Entwürfen vor allem ein junges Publikum, was für ein 1945 gegründetes Modehaus nicht selbstverständlich ist.

Balmain für H&M: Denver-Clan für die Generation Instagram
Der Franzose Olivier Rousteing, Chefdesigner von Balmain, hat die neue Designer-Kollektion für H&M entworfen. Schulterpolster, tiefe Ausschnitte, Pailletten und Strass - viele der Modelle erinnern an die Mode der Achtziger. Der Denver-Clan lässt grüßen.

Der Franzose Olivier Rousteing, Chefdesigner von Balmain, hat die neue Designer-Kollektion für H&M entworfen. Schulterpolster, tiefe Ausschnitte, Pailletten und Strass - viele der Modelle erinnern an die Mode der Achtziger. Der Denver-Clan lässt grüßen.

In den Vierzigerjahren galt Gründer Pierre Balmain als "König der französischen Mode", kleidete Filmstars, Politikergatinnen und Königinnen ein. Der Erfolg des Labels währte bis in die Sechziger. Danach galten Balmains elegante Entwürfe plötzlich als konservativ, die Umsätze gingen zurück, 1977 musste Pierre Balmain sein Unternehmen verkaufen. Es folgte eine turbulente Zeit mit wechselnden Besitzern und Lizenzpartnern. Auch Star-Designer Oscar de la Renta, der das Haus von 1993 bis 2002 führte, konnte Balmain nicht für die Zukunft aufstellen. 2004 stand Balmain kurz vor der Insolvenz und gab seine Haute-Couture-Sparte auf.

Seit 2006 ist das Label Balmain angesagter denn je

Erst Christophe Decarnin, der 2006 vom französischen Label Paco Rabanne kam, machte Balmain wieder begehrenswert. Er brachte die Schulterpolster zurück, setzte auf Lederhosen im Bikerstil, Military-Jacken und goldschimmernde Partykleider. Nicht nur die Preise, auch die Umsätze stiegen unter Decarnin.

Rousteing verfolgt einen ähnlichen Stil wie sein Vorgänger. Auch er setzt auf Schulterpolster, Pailletten, aufwendige Verzierungen und üppige Muster. Verstecken kann man sich in seiner Mode nicht. Schnitte, Farben, Materialien - alles schreit: Guckt! Mich! An! Das gilt auch für die Kollektion, die der 30-Jährige für H&M entworfen hat. Sie umfasst insgesamt 112 Teile für Männer und Frauen. Die Preisspanne geht von 14,99 Euro bis 499 Euro. Nach der sportlichen Alexander-Wang-Kollektion des vergangenen Jahres, setzen Rousteing und H&M nun ganz klar auf Luxus und Eleganz. Wirklich alltagstauglich sind die Entwürfe nicht, aber bei der nächsten Party kann man darin glänzen.

jum