HOME

Mailänder Herrenmode: Armani und D&G streiten um Beckham

Männer? Fehlanzeige! Beim Auftakt der Mailänder Männermodeschauen Frühjahr/Sommer 2004 gaben zunächst Top-Models wie Naomi Campbell und Eva Herzigova den Ton an.

Der Auftakt der noch bis Donnerstag laufenden Mailänder Männermodeschauen Frühjahr/Sommer 2004 verlief turbulent: Die Defilees von Dolce & Gabbana warteten zunächst mit Top-Models wie Naomi Campbell und Eva Herzigova auf, ehe die Herren der Schöpfung an die Reihe kamen. Modisch gesehen kristallisiert sich Afrika als eines der großen Trendthemen heraus.

Wem gehört eigentlich David Beckham?

Unterdessen wetteifern Dolce & Gabbana und Giorgio Armani darum, David Beckham ausstatten zu dürfen. Buhlten kürzlich noch die beiden spanischen Renommierclubs Real Madrid und FC Barcelona um die sportlichen Dienste des englischen Superstars, streiten nun Dolce & Gabbana und Giorgio Armani um die Gunst, Beckham - natürlich exklusiv - anziehen zu dürfen.

Armani legte bereits im vergangenen Jahr vor und entwarf eine dunkelblaue Kaschmirjacke, die er dem Fußballer widmete. Dolce & Gabbana zogen am Sonntag mit einer ganzen Kollektion nach. Die Inspirationsquelle war deutlich, auch ohne T-Shirts mit der Aufschrift "Beckham" und der Ziffer "7" darunter, die er bei seinem nunmehr Ex-Verein Manchester United als Rückennummer trug. Die sandgewaschenen, durchlöcherten Jeans gehören ebenso zum Beckham-Look wie die weißen Anzüge mit dem tief-dekolletierte Shirt darunter.

Auf das modische Duell folgte das verbale. "David hat Armanis Jacke niemals getragen. Er wird ausschließlich von uns eingekleidet", behauptete Domenico Dolce, eine Hälfte des Mailänder Designerduos. Armani ließ sein Pressebüro kontern: "David Beckham ist ein langjähriger Freund Giorgio Armanis und ein treuer Kunde, der diese Jacke sehr gern trägt". Man verwies zudem darauf, dass der Spieler selbst darauf bestanden hatte, dass dieses Modell Teil der offiziellen, von Armani entworfenen, Garderobe der englischen Nationalmannschaft wird.

Stargäste bei Donatella Versace

Bei Versace nahmen am späten Sonntagabend Michael Douglas und Catherine Zeta Jones in der ersten Reihe Platz. Sie sahen eine optimistische, edle und exotische Kollektion. Donatella Versace fand ihre Ideen im Norden Afrikas, ihre Hemden im Kaftan-Stil sind tief ausgeschnitten und reich bestickt. Schillernd glänzen die Seidenanzüge. Über die opulenten orangefarbenen Blütenmuster auf dem fuchsiafarbenen Untergrund der Hemden knotet die Designerin Krawatten im schwarz-weißen Mosaikmuster. Auch die Engländerin Vivienne Westwood blickte auf den schwarzen Kontinent und fand dort Gewänder in Erd- und Feuerfarben. Bei der italienischen Marke Ermanno Scervino kommt das Afrikanische über Stickereien auf dezenten Streifen-Hemden.

Das englische Traditionshaus Burberry schließlich bewegt sich in seiner modischen Linie "Prorsum" auf dem Grenzgang zwischen Sport und Eleganz. Zu Bermudashorts und Tunnelzughose trägt der Mann Lackschuh, unter dem Sakko ein Tanktop.