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Medienberichte über Selbstmord: Modemacher Alexander McQueen ist tot

Der britische Designer Alexander McQueen ist am Vormittag in London tot aufgefunden worden. Berichte über einen Selbstmord machen die Runde. Der "Hooligan" der Modeszene wurde nur 40 Jahre alt.

Der britische Modedesigner Alexander McQueen ist am Donnerstag in seiner Londoner Wohnung tot aufgefunden worden. Der 40-Jährige habe vermutlich Selbstmord begangen, berichteten britische Medien, darunter die BBC. Die Polizei erklärte lediglich, die Umstände des Todes seien "nicht verdächtig". Informationen über die näheren Umstände gibt es noch nicht. Das Büro von McQueen sprach von einem "tragischen Verlust". Aus Respekt vor der Familie des Designers wolle man den Tod aber nicht weiter kommentieren.

McQueen kam am 17. März 1969 als Sohn eines Taxifahrers zur Welt und wuchs in einfachen Verhältnissen im Londoner Arbeiterviertel East End auf. Er machte eine Lehre bei Herrenschneidern in der berühmten Londoner Einkaufsstraße Savile Row. Nach seinem Studium an dem renommierten Londoner St. Martin's College für Kunst und Design stieg er schnell zu einem der wichtigsten britischen Designer auf. Mehrere Jahre arbeitete er als Chefdesigner bei dem französischen Modehaus Givenchy. Seit 2000 vermarktete er unter dem Dach des italienischen Modekonzerns Gucci sein eigenes nach ihm benanntes Label. 2004 brachte er seine erste Herren-Modelinie auf den Markt, außerdem kreierte er Parfums.

"Hooligan" schockt mit "Highland Rape"

McQueen war für seine grellen Entwürfe bekannt wie etwa Hosen mit Sichtspalt über dem Po. Bei einer Modeschau unter dem Titel "Highland Rape" ("Highland-Vergewaltigung") schickte er mutmaßliche Vergewaltigungsopfer in zerrissenen Klamotten auf den Laufsteg. Auch sonst schockte er die Modewelt gern mit flegelhaftem Auftreten und wurde von der Presse oft als "Bad Boy" oder "Hooligan" tituliert. Dazu passte, dass McQueen zuletzt für den Pop-Star Lady Gaga schräge Kostüme schneiderte. Für Givenchy kreierte McQueen allerdings gefälligere Mode. Er wurde vier Mal zum britischen Designer des Jahres gekürt.

ben/DPA / DPA
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