Wenn am 11. Juni 2026 die Fußball-WM in den USA beginnt, werden nicht nur die Spieler der 48 teilnehmenden Nationen im Fokus stehen, sondern auch ihre Frauen und Freundinnen, die sogenannten WAGs (Abkürzung für Wives and Girlfriends). Doch anders als früher sind viele von ihnen längst selbst Stars – mit Millionen Followern und lukrativen Werbeverträgen.
So wie Georgina Rodriguez. Als sie 2016 Portugals Nationalhelden Cristiano Ronaldo kennenlernte, arbeitete die Spanierin noch als Verkäuferin bei Gucci in Madrid. Heute ist sie eine der bekanntesten Spielerfrauen weltweit, auf Instagram folgen ihr 72,3 Millionen Menschen. Durch Kooperationen mit Luxusmarken soll sie ein Vermögen von mehr als zehn Millionen US-Dollar aufgebaut haben.
Rodriguez gehört zu einer Generation von Spielerfrauen, die an der Seite von Fußballstars berühmt werden und ihre Bekanntheit geschickt monetarisieren. Die Weltmeisterschaft in den USA dürfte ihren Bekanntheitsgrad nun weiter steigern. Denn kaum ein anderes Sportereignis zieht weltweit so viel Aufmerksamkeit auf sich. Neben den Geschehnissen auf dem Platz interessieren sich Fans und Medien traditionell auch für das Leben der Spieler abseits des Rasens. Fotos von den Tribünen, Auftritte bei Veranstaltungen oder Einblicke hinter die Kulissen des Turniers verbreiten sich innerhalb kürzester Zeit millionenfach in den sozialen Netzwerken.
Spielerfrauen sind heute fast so berühmt wie ihre Männer
Für reichweitenstarke Influencerinnen wie Georgina Rodriguez, Lionel Messis Frau Antonela Roccuzzo oder Jude Bellinghams Freundin Ashlyn Castro ist die WM deshalb weit mehr als ein Fußballturnier. Sie bietet eine globale Bühne, die neue Zielgruppen erschließt und den eigenen Marktwert erhöhen kann. Denn viele Luxusmarken suchen gezielt nach prominenten Gesichtern, die während des Turniers besonders viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Zusätzliche Werbeverträge, exklusive Kooperationen und langfristige Markenpartnerschaften könnten daher zu den Folgen der erhöhten medialen Präsenz zählen. Für manche der WAGs ist die Weltmeisterschaft deshalb nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich ein Volltreffer.