In den vergangenen Monaten tauchten auf Social Media häufiger die Begriffe atzig, f*tzig und mausig auf. Besonders auf den Plattformen Tiktok und Instagram wird die sogenannte „Holy Trinity“ benutzt, um Dinge aller Art zu bewerten. Tiere, Städte oder auch Menschen – auf der Skala findet alles seinen Platz. Wer jetzt denkt, dass eine der Kategorien schlechter bewertet wird als die anderen, der kann beruhigt sein. Die Ausdrücke haben im Social-Media-Slang und in der Umgangssprache Jugendlicher generell andere Bedeutungen, als man auf den ersten Blick vermuten mag.
Was bedeutet die „Holy Trinity“?
Atzig leitet sich vom Berliner Wort „Atze“ ab, was so viel wie Freund, Kumpel oder Bruder bedeutet. Es steht oft in Verbindung mit Lockerheit und Coolness. Hier deckt es das männlichste Spektrum auf der Skala ab und steht für einen leicht verwahrlosten Stil.
F*tzig bedeutet nicht das, wonach es sich anhört. Seit Jahren „reclaimen“ deutsche Rapperinnen wie Ikkimel, SXTN oder Lady Bitch Ray abwertende Schimpfwörter wie dieses und verleihen ihnen eine neue, positive Bedeutung. Statt dazu zu dienen, jemanden zu beleidigen, wirkt dieses Wort im neuen Kontext ermächtigend und stärkend. Im Zusammenhang mit der „Holy Trinity“ bedeutet es so viel wie selbstbewusst, frech und provokant – aber mit Stil.
Mausig heißt nichts anderes als süß, liebevoll oder niedlich. Genau wie bei den vorigen zwei Begriffen kann dieses Wort auf alle möglichen Dinge zutreffen. Eine Person, egal ob männlich oder weiblich, kann mausig sein oder sich mausig verhalten. Ein nett eingerichtetes Café kann mausig sein, und auch ein kuscheliger Kapuzenpullover ist mausig.
Keines dieser drei Wörter ist also negativ auszulegen. Zu dritt bilden sie lediglich eine Matrix, auf der überwiegend junge Menschen alle möglichen Dinge dieser Welt einordnen können. Ob Sie atzig, f*tzig oder mausig sind, können Sie gerne selbst testen.