„Gossip Girl"-Star Taylor Momsen
Weshalb sie das deutsche Publikum schätzt

Taylor Momsen macht seit 2009 mit ihrer Band The Pretty Reckless Musik.
Taylor Momsen macht seit 2009 mit ihrer Band The Pretty Reckless Musik.
© Steph Gomez

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Taylor Momsen erzählt im Interview von ihrem Ausstieg bei „Gossip Girl“ und verrät, weshalb sie gern vor deutschem Publikum spielt.

Für "Gossip Girl"-Fans bleibt Taylor Momsen (32) untrennbar mit Jenny Humphrey verbunden. Als rebellische Außenseiterin kämpfte sich ihre Figur durch die glamouröse Welt der Upper East Side und entwickelte sich zur ehrgeizigen Modedesignerin. Während der vierten Staffel stieg Momsen aus, um sich der Musik zu widmen. Dieser Schritt fühle sich heute wie damals richtig an, wie sie im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erzählt. "Sobald ich die Schauspielerei hinter mir lassen konnte, habe ich es getan. Es war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe", sagt sie.

Nach ihrem Ausstieg bei "Gossip Girl" habe sie "nie zurückgeblickt". Heute fühle sich diese Zeit wie "ein ganz anderes Leben" an. Mit Jenny Humphrey könne sie sich nicht mehr identifizieren. "Ich war damals ein Kind, deshalb identifiziere ich mich heute nicht wirklich damit", erklärt Momsen. Würde sie in einer Zeit von Spin-offs, Reboots und Sequels jemals wieder in den "Gossip Girl"-Kosmos zurückkehren? "Auf keinen Fall", lautet Momsens klare Antwort.

Taylor Momsen schwärmt vom deutschen Publikum

Ohnehin steht für sie längst die Musik im Fokus. 2009 gründete sie die Hardrock-Band The Pretty Reckless, mit der sie vier Alben veröffentlichte. Platte Nummer fünf ist bereits angekündigt: Am 26. Juni erscheint "Dear God". Dazu sagt Momsen: "Ich war schon lange nicht mehr so begeistert von neuem Material." Gemeinsam habe man seinen "eigenen Stil gefunden".

Vor der Veröffentlichung stehen für die Gruppe noch mehrere Festivals in Europa an. Am Freitag, dem 5. Juni, spielen sie erstmals seit 2014 wieder bei Rock im Park, am Samstag bei Rock am Ring. Bei den Zwillingsfestivals auf der Bühne zu stehen, sei für Momsen ein Highlight: "Jedes Mal, wenn wir dort gespielt haben, war es fantastisch."

Auch auf die zwei Deutschland-Shows im November, die sie nach Berlin und Köln führen, freue sie sich sehr. Der Grund: "Das Publikum bei den deutschen Shows gehört wirklich zu meinen Favoriten, weil es sich auf authentische Weise und sehr leidenschaftlich für Rock'n'Roll begeistert." Am meisten Spaß mache es ihr, vor Menschen zu spielen, die diese Musik "mit jeder Faser ihres Körpers" lieben. Für wie viele Personen sie singe, spiele keine Rolle: "Die Größe der Bühne bestimmt am Ende nur, wie laut die Verstärker sind." Auch ihre Routine vor Konzerten bleibe unverändert. "Ich höre Soundgarden, schminke mich, ziehe mich an, schlüpfe in meine Stiefel und gehe dann auf die Bühne", sagt die Musikerin.

Ihren eigenen Style fand die Sängerin schon früh. "Ich wusste schon immer, wer ich bin, und habe mich schon immer so gekleidet, wie ich mich eben kleide." Seit ihren ersten Experimenten mit Make-up sei sie bei dunklen Looks geblieben, modisch habe sie schnell ihre Vorlieben entwickelt: Springerstiefel und Tanktops. "Darin habe ich mich damals wohlgefühlt und tue es heute noch", erklärt Momsen. Mode sei für sie ein zentraler Teil ihrer künstlerischen Identität. "Mode und Musik gehören schon immer zusammen", betont die Sängerin und verweist auf Künstler wie David Bowie (1947-2016) oder die Beatles. "Mode ist sehr wichtig, weil sie die eigene Kunst visuell zum Ausdruck bringt. Sie hilft den Menschen zu verstehen, was sie gleich hören werden."

Sie war nach Spinnenbiss "monatelang krank"

The Pretty Reckless touren derweil nicht nur auf eigene Faust: 2026 tritt die Band erneut als Support von AC/DC auf deren "Power Up"-Tour in Nord- und Südamerika auf. Ganz ohne Zwischenfälle verlief diese Zusammenarbeit allerdings nicht.

Bereits 2024 wurde Momsen auf einer gemeinsamen Tour von einer Fledermaus gebissen, im April dieses Jahres dann von einer giftigen Spinne. "Am Ende hat sich gezeigt, dass die Spinne um einiges schlimmer ist als die Fledermaus. Ich kann wirklich nicht empfehlen, von einer giftigen Spinne gebissen zu werden. Das kann tödlich enden", sagt Momsen, die im Krankenhaus landete. Dennoch habe sie die Klinik frühzeitig gegen den Rat der Ärzte verlassen, um die nächste Show zu spielen. "Danach war ich monatelang krank und erst jetzt ist es wirklich abgeheilt. Das hat mich richtig erwischt, es war schrecklich", berichtet sie. Beim Fledermaus-Vorfall sei sie lediglich vorsorglich gegen Tollwut geimpft worden. Mit Blick auf die nächsten Konzerte scherzt Momsen über weitere potenzielle Zwischenfälle: "Schlangen, Skorpione... was haben wir denn noch?"

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