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Hells Angel: Rojinski-Style: Sidekick "in die Leber" der Perversen

In ihrer Kolumne "Hells 'Angel'" knöpft sich Henriette Hell jede Woche einen Menschen vor, der in ihren Augen in puncto Liebe und Sex alles richtig macht. Oder alles falsch. Diesmal: Palina Rojinski und ihr geniales Busengate.

Po statt Décolleté - das war einfach genial!

Po statt Décolleté - das war einfach genial!

Getty Images

Viele (berühmte) Frauen kennen das Problem: Sie posten ein Foto in den sozialen Medien, auf dem ein bisschen Haut gezeigt wird, und – schwupps! – hagelt es vulgäre Kommentare von Perversen. Ein Grund, weshalb ich selbst keine privaten Schnappschüsse ins Netz stelle. (Ich bin doch nicht irre!)

Auch Palina Rojinski platzte kürzlich die Hutschnur, denn egal, was die beliebte Schauspielerin und Moderatorin in letzter Zeit so bei Instagram (1,3 Mio. Follower) postete – viele ihrer "Fans" scheinen in ihr nichts anderes zu sehen als eine, pardon, Wichsvorlage. Wenn man den Namen der 33-Jährigen bei Facebook ins Suchfeld eintippt, tauchen automatisch so merkwürdige Ergänzungen wie "Titten", "nackt" und "Playboy" auf. Auch sexistische Berichterstattungen in einigen Medien kommen nicht gerade selten vor. Das ist sogar schon Palinas Kumpel Klaas Heufer-Umlauf aufgefallen: "So ein Füllhorn an perversen Kommentaren habe ich persönlich noch nie irgendwo gesehen."

Notgeile Trolle

Gemeinsam wehrten sie sich jetzt gegen die notgeilen Trolle – mit einem genialen Prank: Palina postete bei Instagram eine vermeintliche Aufnahme ihres üppigen Décolletés, bei dem es sich in Wahrheit um den Arsch von Bernd, einem nicht mehr ganz taufrischen Fotomodell handelte. Die Perversen kommentierten sofort: "Bin noch nie so oft in 7 Minuten gekommen" oder "Da würde ich gerne mal meinen Kopf zwischen stecken". Bäh! Auch einige Medien sprangen sofort auf das Foto an, titelten etwa "Busen-Bombe!" Nochmal bäh. 

Palina löste erst Tage später auf – und zeigte ein Making-of mit Bernds Popöchen. Und alle Trolle nur so: "Wääähhh!"

Im Internet wird Palina derzeit für ihren kreative Kampf gegen Sexismus gefeiert. Der gebürtigen Russin scheint es im Blut zu liegen, sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren: "In der Schule haben mich türkische und arabische Jungs 'Ausländerschwein' genannt und mir einen Schwamm an den Kopf geworfen – mein Vater hat mir beigebracht, wie man die verdrischt. 'In die Leber', sagte er."  Tja, und nun sind eben die Perversen im Netz an der Reihe. Recht so!

So dürfte es keinen mehr wundern, dass sich Palina Rojinski in den letzten Jahren vom Sidekick ("MTV Home") zur Hauptattraktion der deutschen Medienlandschaft hocharbeiten konnte. Sie ist heute Kinostar ("Willkommen bei den Hartmanns"), Werbegesicht (H&M), und gerade ging ihr neuer Podcast "Podkinski" an den Start.

Trotzdem hat sich Palina den Spirit eines Sidekicks bewahrt – weil man sich immer freut, wenn sie irgendwo auftaucht. "Ich war schon auf dem Schulhof damals die, die in der Raucherecke und bei den Strebern und den Ausländern und den Skatern und den Coolen und den Außenseitern rumhing. Diese Diversität hat sich schon immer durch mein Leben gezogen."

Man weiß bei ihr also nie, was als Nächstes kommt. Also nehmt euch besser in Acht, ihr Freaks da draußen!