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Dortmunder Neonazi Bekannter Rechtsextremist Siegfried Borchardt stirbt nach Krankenhausaufenthalt

Siegfried Borchardt
Der Neonazi Siegfried Borchardt leitete mehrere rechtsextreme Hooligan-Gruppierungen in Dortmund
© Roland Weihrauch / DPA
Der Dortmunder Neonazi Siegfried Borchardt ist in der Nacht auf Sonntag im Alter von 67 Jahren verstorben. In den 80er-Jahren leitete der als "SS-Siggi" bekannte Rechtsextremist die Hooligan Gruppe "Borussenfront".

Wie die rechtsextreme Splitterpartei Die Rechte auf ihrer Internetseite mitteilte, ist der bekannte Dortmunder Neonazi Siegfried Borchardt, besser bekannt als "SS-Siggi", am Sonntag nach kurzem Krankenhausaufenthalt im Alter von 67 Jahren verstorben. Borchardt war der Kopf und Anhänger verschiedener rassistischer Grupperingen. Inzwischen haben weitere Quellen und einige Medien seinen Tod bestätigt.

Für die Partei Die Rechte zog Borchardt als ihr Kreisvorsitzender vor sieben Jahren in den Dortmunder Stadtrat ein. Nach ausgiebigen Protesten vor dem Dortmunder Rathaus trat der Neonazi bereits zwei Monate nach Amtsantritt zurück. Angeblich aus gesundheitlichen Gründen. Früher hatte er bereits für die rechtsextreme Partei FAP kandidiert, welche 1995 verboten wurde.

Siegfried Borchardt mehrmals verurteilt

Borchardt gilt als Gründer der rechtsextremen Hooligan-Gruppierung "Borussenfront". Unter dem Zusammenschluss von Fans des Fußball-Bundesligaklubs Borussia Dortmund kam es im Dortmunder Norden regenmäßig zu dramatischen Ausschreitungen. Wiederholt wurden Menschen mit Migrationsgeschichte Opfer von Gewalt und wurden von Rassisten durch die Straßen des Stadtteils Dorstfeld gejagt.

Für seine Straftaten wurde Borchardt unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung verurteilt und saß im Gefängnis. 2018 wurde er zuletzt wegen Beleidigung von Polizisten zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten verurteilt.

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Quellen: Ruhrnachrichten, T-Online 

jus

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