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Netflix-Serie "Viele Erfindungen" – Dianas Bruder Earl Spencer sieht "The Crown" als Gefahr

Emma Corrin als Diana
Newcomerin Emma Corrin spielt Diana Spencer
© Ollie Upton/Netflix
Wird Diana in "The Crown" angemessen dargestellt? Ihr Bruder Earl Spencer hat sich erstmals zu der Netflix-Serie geäußert – und sieht sie kritisch.

Es geht um Diana: Die vierte Staffel der Netflix-Serie "The Crown", die am 15. November Premiere hatte, behandelt die Jahre von 1979 bis 1990. Gezeigt wird, wie Prinz Charles die junge Lady Di kennenlernt, sie heiraten und wie ihre Ehe langsam zerbricht. Die Hauptdarsteller Josh O'Connor (Prinz Charles) und Emma Corrin (Prinzessin Diana) verkörpern die beiden Figuren so gut, dass viele Zuschauer das Gezeigte für die Realität halten. Der Bruder der verstorbenen Diana, Earl Spencer, sieht das als Problem.

"Mich besorgt, dass Zuschauer ein solches Programm sehen und vergessen, dass es Fiktion ist", sagte der 56-Jährige am Sonntag in der Sendung "Love Your Weekend with Alan Titchmarsh" beim britischen Sender ITV. Insbesondere Amerikaner würden "The Crown" gucken und glauben, sie würden eine Geschichtsstunde nehmen. "Das tun sie nicht", sagte Spencer. "Es gibt viele Vermutungen und viele Erfindungen, nicht wahr?", fuhr er fort. Natürlich kämen auch Tatsachen in der Serie vor, aber die dazwischen liegenden Teile seien eben keine Tatsachen.

Diana leidet in "The Crown" unter Charles

Der Bruder der verstorbenen Prinzessin ging nicht näher darauf ein, welche Teile der Serie seiner Meinung nach Erfindung und welche Realität sind. Die Show stellt Diana zunächst als Opfer dar. Die Prinzessin leidet darunter, dass ihr Ehemann Prinz Charles mit seiner Geliebten Camilla Parker-Bowles fremdgeht. Es ist aber fraglich, ob Charles in den ersten Jahren der Ehe überhaut Kontakt zu Camilla hatte. Auch Dianas Bulimie und ihr zunächst schüchterner, aber dann mutigerer Umgang mit den Medien wird thematisiert.

Earl Spencer bestätigte, dass das Filmteam von "The Crown" auf dem Landsitz Althorp der Familie Spencer drehen wollte, wo Diana aufgewachsen ist. "Ich habe natürlich nein gesagt", erklärte Spencer. Er sehe es als seine Pflicht an, "für Diana einzutreten, wenn ich kann." Dazu gehöre auch, ihre Söhne zu beschützen. "Ich fühle mich sehr leidenschaftlich in der Rolle, ihr Andenken zu bewahren."

Anders als im Film "The Queen" mit Helen Mirren werden Königin Elizabeth und Prinz Philip im Umgang mit Diana in "The Crown" nicht als die Bösen dargestellt. Da der Film aber vor allem den Tod der Prinzessin zum Thema hat, könnte sich das in den kommenden Staffeln der Serie noch ändern.

mai

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