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Versteigerung für den guten Zweck: Der HSV wollte dieses provokante Trikot verhindern – jetzt kommt es ihm zugute

Nachdem der HSV im vergangenen Jahr aus der Bundesliga abgestiegen war, entwarf ein Fußballfan ein ganz besonderes Erinnerungsstück. Der Verein wollte das offenbar mehrfach verhindern. Pünktlich zum Hamburger Stadtderby soll es nun unter den Hammer kommen.

HSV-Trikot

Wenn's um seinen Bundesligaabstieg geht, versteht der HSV offenbar wenig Spaß. Stefan Meier* musste das am eigenen Leib erfahren.

Als sich der Club aus der Hansestadt trotz seines 2:1-Sieges gegen Mönchengladbach im vergangenen Mai erstmals aus dem Fußball-Oberhaus verabschiedet, sitzt der 33-jährige Gastronom mit Freunden in einer Kneipe. 

Für den Fall des HSV-Abstiegs hat er seit Jahren eine kleine, provokante Idee im Kopf: Er will sich ein Trikot des Vereins mit dem Abstiegsjahr und dem Schriftzug "ABSTEIGER" auf dem Rücken beflocken lassen. Dass es so schwierig werden würde, seinen Plan umzusetzen, damit rechnet er nicht.

HSV-Fanshop storniert die Bestellung

Die Bestellung seines persönlichen Andenkens an dieses Stück Bundesliga-Historie im HSV-Fanshop ist schnell erledigt: Ein paar Klicks, 67,50 Euro per Paypal zahlen und ein paar Minuten später flattert die Bestätigung ins E-Mail-Postfach. "Mir war klar, dass sich beim Bedrucken auf jeden Fall ein Mitarbeiter des HSV damit auseinandersetzen muss, ein bisschen geschmunzelt habe ich bei der Vorstellung schon", sagt St.-Pauli-Fan Meier.

Doch aus der (Schaden-)freude wurde erst einmal nichts. Stattdessen muss der 33-Jährige wochenlang warten – um dann auf Nachfrage eine weitere E-Mail des HSV-Fanshops zu bekommen. "Ihre Bestellung wurde wegen unangemessener Beflockung durch uns storniert. Den Kaufbetrag erhalten Sie zeitnah erstattet."

HSV-Trikot

Die Bestellung wurde seitens des HSV-Fanshops storniert

stern

In seinen AGB behält sich der HSV-Fanshop unter anderem vor, "individuell diskriminierende Textinhalte" auf den Trikots abzulehnen. Zudem dürfen die Schriftzüge nicht gegen die guten Sitten verstoßen. Dennoch sagt Meier: "Ich konnte es kaum fassen, dass sich der HSV so humorlos zeigt. Die Enttäuschung war schon ziemlich groß, schließlich sollte das Trikot meine Erinnerung an den Abstieg werden."

Abstiegs-Trikot mit Unterschriften für 250 Euro

Die Absage des Fanshops löst eine Trotzreaktion aus: Dann eben auf anderem Wege! In der Hamburger Innenstadt betreibt HSV-Ausrüster Adidas einen eigenen Laden. Dort erfüllen die Mitarbeiter den Wunsch Meiers und bedrucken ein HSV-Trikot mit dem "verbotenen Schriftzug". Als kleine Stichelei lässt Meier anschließend auch dem HSV ein Foto des Trikots zukommen. "Ich hatte mein eigenes Stück Bundesliga-Geschichte", erzählt Meier. "Damit war die Sache vorbei, dachte ich."

Dachte er. Im September sitzt der Gastronom in einem Veranstaltungszentrum im Hamburger Stadtteil St. Pauli auf einer Charitygala. Versteigert wird auch ein Original-HSV-Trikot mit den Unterschriften der Spieler aus der Abstiegssaison. "Als ich das Trikot im Eingangsbereich sah, dachte ich nur: Das ist es! Jetzt muss ich zuschlagen."

HSV-Trikot

Dieses HSV-Trikot soll für den guten Zweck versteigert werden

stern

250 Euro bietet Meier – und er bekommt den Zuschlag. "Es ist zwar absurd, so viel Geld für ein Trikot auszugeben, aber immerhin konnte ich meinen Plan perfektionieren." Die letzten Zweifel räumt er aus; der HSV bestätigt per E-Mail die Echtheit der Unterschriften.

Mit seinem neuen Trikot stattet Meier dem Adidas-Geschäft in der Hamburger Innenstadt den nächsten Besuch ab, muss es aber gleich wieder mit nach Hause nehmen. "Der Verkäufer sagte, dass keine Trikots mehr mit dem 'ABSTEIGER'-Schriftzug bedruckt werden dürfen." Eine mögliche Erklärung: "Ich habe den Eindruck, dass sich der HSV bei seinem Ausrüster beschwert hat, nachdem ich ihm das Foto von meinem ersten Trikot zugeschickt habe."

Adidas verbietet – ähnlich wie der HSV-Fanshop – in seinen Bedingungen das Bedrucken von Trikots mit "unanständigen und unangemessenen Worten". Unter anderem sollen so rassistische, aber auch beleidigende Schriftzüge auf den Trikots verhindert werden. Gilt das auch für das Wort "ABSTEIGER"? Unternehmenssprecher Oliver Brüggen erklärt dazu auf stern-Anfrage: "Im Zuge unserer engen, vertrauensvollen Partnerschaft mit Vereinen, Verbänden und Spielern behalten wir uns bei der Individualisierung von Produkten eine Freigabe vor."

"Dass dem HSV das Ganze offenbar so unangenehm ist, hat meinen Jagdtrieb endgültig geweckt," sagt Meier. Er macht sich auf die Suche nach anderen Geschäften, die die Original-Schriftart des HSV anbieten und landet bei einem Sportartikelhändler in Oberfranken. 

Versteigerung für den guten Zweck

Meiers Glück: Dort kann er die Buchstaben auch ohne Trikot bestellen und behilft sich mit einem Trick: Er wolle sich die "18" und den Nachnamen "BEIERSTAG" auf das Trikot drucken, erzählt er den Mitarbeitern des Sportgeschäfts.

Als die neun schwarzen Buchstaben und die "18" bei ihm ankommen, greift Meier zur Schere und schneidet die Buchstaben auseinander. In einem T-Shirt-Laden in seiner Nachbarschaft presst er sie in neuer Reihenfolge dann auf das HSV-Trikot. Es entsteht das Trikot, das es eigentlich nicht geben darf. Mit "18" und "ABSTEIGER" in der Original-HSV-Schriftart auf dem Rücken – und mit den Unterschriften der Spieler aus der Abstiegssaison. Projekt geglückt.

HSV-Trikot

Unikat: ein HSV-Trikot aus der Abstiegssaison, Größe S, mit den Unterschriften der Spieler, der Rückennummer 18 und dem Schriftzug "ABSTEIGER"

Pünktlich zum Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem HSV am 10. März versteigert er das Unikat jetzt bei Ebay, mit klarem Ziel: "The sky is the limit, aber ein hoher vierstelliger Betrag wäre schon ein toller Erfolg."

Den Erlös will der Gastronom spenden: Zur einen Hälfte an den "Hamburger Weg", das Jugend- und Sozialprojekt des HSV, zur anderen Hälfte an die "Kiezhelden" – das Pendant des FC St. Pauli. "Eigentlich kann dann auch der HSV nichts mehr gegen das Trikot haben", meint der 33-Jährige.

Die Ebay-Auktion des Trikots finden Sie hier.

Der Instagram-Hashtag zur Auktion: #dastrikot 

HSV-Trikot

* Name von der Redaktion geändert

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(