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Abstieg des HSV: Der Dino ist gestorben, die Liebe bleibt. Ein Abschiedsbrief.

Der HSV steigt in die zweite Liga ab - und schreibt (mal wieder) die aufregendste Geschichte der abgelaufenen Bundesliga-Saison. stern-Redakteurin und HSV-Fan Luisa Schwebel nimmt Abschied.

Fans des HSV

Die Fans des HSV sitzen nach Spielende traurig auf der halbleeren Tribüne.

DPA

Tränen. Trauer. Verzweiflung. Das Herz: gebrochen. Wer kein Fußballfan ist, kann diese Emotionen an einem eigentlich schönen, sonnigen Samstag um 17.20 Uhr nicht verstehen. Aber ich sitze hier, in einer Kneipe in Hamburg-Eimsbüttel und kann nicht aufhören zu weinen. Die Tränen müssen raus. Der HSV ist abgestiegen. Zum ersten Mal. Und allen, die jetzt selbstgefällig feixen und meinen, wir hätten es verdient, kann ich nur eines sagen: Wenn es euch und euren Vereinen damit besser geht, uns das Schlimmste zu wünschen, bitte. Denn man tau. Aber auch für euch wird die nächste Saison in der ersten Liga trister, langweiliger. Da seid euch mal sicher.

Das Eis hat etwas gegen die Tränen geholfen. Immer erste Sahne, HSV.

Das Eis hat etwas gegen die Tränen geholfen. Immer erste Sahne, HSV.

Als die Hamburger Fans gegen Ende des Spiels "Mein Hamburg lieb ich sehr" anstimmten und wahrscheinlich dem zynischsten HSV-Hasser eine Gänsehaut epischen Ausmaßes bescherten, kamen mir zum zweiten Mal die Tränen. Das erste Mal, nachdem Lewis Holtby zum 2:1 verwandelt hatte. Da war schon klar, dass es nichts bringen würde. Und wenn eine Mannschaft es nicht verdient hat, abzusteigen, dann die des HSV an diesem 12. Mai 2018.

Der Abstieg des HSV musste ja in diesem Jahr passieren

Es ist die Ironie des Schicksals, dass es nicht 2014 passiert ist, als der HSV mit 27 Punkten die Relegation erreichte und nicht mal da gewann. Oder 2015, als sie sich durch einen unberechtigten Freistoß die Relegationsverlängerung erspielten. Es musste ja eigentlich in diesem Jahr passieren, nachdem sie sich gerade die Sympathien zurückerkämpft hatten und mit Christian Titz endlich endlich, endlich einen Trainer haben, der nicht auf lange Bälle sondern auf Fußball setzt. Mit einem wunderschönen Heimsieg gegen Gladbach.

Aber es hilft alles nichts. Nun ist es soweit. Die Tränen fließen mir die Wangen runter, es fühlt sich an wie eine Trennung. Nein, zugegeben, eigentlich schlimmer, denn diese Liebe hält schon ein Leben lang.

Zweite Liga kann Spektakel erwarten

Aber wir wären nicht der HSV, wenn wir nicht auch jetzt noch Hoffnung - und, ja okay, einen etwas gesteigerten Größenwahn - hätten. Die zweite Liga kann sich schon jetzt auf ein Spektakel freuen. Ausverkaufte Stadien, leidenschaftliche Fans, emotional geschmetterte Lieder, beeindruckende Choreos. Und der Bundesliga werden wir fehlen. Aus den gleichen Gründen. Niemand regt die Massen so auf wie der HSV - im Guten wie im Schlechten. Das wird die spannendste Zweitligasaison aller Zeiten. (Da ist er wieder, der Größenwahn). 

Jetzt muss ich aber erstmal die Tränen trocknen. Der Dino ist gestorben, die Liebe bleibt. Bis nächste Saison, Perle. Und an alle anderen: Macht euch schon mal bereit, wir kommen wieder! In Hamburg sagt man Tschüss. Das heißt auf Wiedersehen. 

Twitter-Reaktionen: Fan-Randale bei HSV-Abstieg: "Jetzt wissen wir, wie die Dinos ausgestorben sind"
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(