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"Moskwa" Desaster für Russland: Putins größtes Kriegsschiff gesunken – Kreml bestätigt den Verlust

Der russische Kreuzer "Moskwa". Das Schiff ist im Ukraine-Krieg gesunken.
Der russische Kreuzer "Moskwa". Das Schiff ist im Ukraine-Krieg gesunken.
© Can Merey / Picture Alliance
Im Ukraine-Krieg hat es einen erneuten heftigen Rückschlag für Putin gegeben. Die "Moskwa", Russlands größtes Kriegsschiff, ist im Schwarzen Meer gesunken. 

Was sich in den letzten Tagen bereits angedeutet hatte, ist nun auch offiziell: Russlands größtes Kriegsschiff ist vor der Ukraine gesunken. Eine entsprechende Meldung sendete die russische Staatsagentur "TASS" und gestand ein, dass das Flaggschiff "bei stürmischer See" gesunken sei.

Für Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine ist das gesunkene Schiff ein erneuter herber Rückschlag. Taktisch war die  unter anderem "Moskwa" wichtig, um die anderen Schiffe der Flotte zu schützen. Der Kreuzer war zu diesem Zweck mit Luftabwehr-Raketen ausgestattet, die den Rest der Schwarzmeerflotte gegen Angriffe schützen sollten. Laut dem unabhängigen russischsprachigen Medium "Meduza" hatte die "Moskwa" S-300 Boden-Luft-Raketen an Bord.

"Moskwa": Größter Verlust eines Kriegsschiffs seit den 1980er Jahren

"Meduza" berichtet weiter, dass die "Moskwa" 9.800 bis 11.300 Tonnen schwer gewesen sei. Den Angaben des Mediums zufolge ist die "Moskwa" damit das größte in einem Konflikt gesunkene Kriegsschiff seit dem argentinischen Kreuzer "General Belgrano" in den 1980er Jahren. Die "Belgrano" wurde 1982 im Zuge des Falklandkrieges von einem britischen U-Boot versenkt und war ca. 9575 Tonnen schwer.

Neben den taktischen Auswirkungen ist der Verlust der "Moskwa" auch für das Prestige und die Moral der russischen Truppen verheerend. Als Flaggschiff war es das wichtigste und bedeutendste Schiff der russischen Marine. Dass das Schiff nach der russischen Hauptstadt benannt ist, verdeutlicht die innenpolitische Bedeutung des großen Kampfschiffs.

Moskwa: Abgeschossen oder Brand an Bord?

Unklar ist aktuell noch, wodurch die "Moskwa" schlussendlich sank. Am Mittwoch hatten ukrainische Militärs berichtet, dass das Schiff von einer Anti-Schiffs-Rakete getroffen wurde. Die russischen Kräfte berichteten ebenfalls von einem Schaden, sprachen aber von einem Brand an Bord als Ursache. Ein hochrangiger US-Verteidigungsbeamter konte am Donnerstag in Washington nicht mit Klarheit sagen, was den Schaden auf dem Raketenkreuzer verursacht habe.

Quellen: dpa, "Tass", "Meduza"

tvm

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