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Einer gegen alle

ProSieben-Show: "The Masked Singer": Maskierte Promis singen und alle finden es bescheuert – nur ich nicht!

Die neue ProSieben-Show "The Masked Singer" hat super Einschaltquoten – aber niemand will es gewesen sein. Unsere Autorin hat erst eine Folge gesehen, aber ist jetzt schon Fan. Und gibt das gerne zu. Warum sie das verrückte Konzept innovativ findet.

Moderator Matthias Opdenhövel macht ein Selfie mit einem "The Masked Singer"-Showteilnehmer.

Eigentlich ganz schön traurig: Ich sitze an meinem Geburtstag mitten im Hochsommer auf dem Sofa, draußen regnet es und ich zappe zusammen mit meinem Mann durchs Fernsehen – ohne Hoffnung auf ein halbwegs gescheites Programm. Es ist schließlich Donnerstag. Ich weiß nicht wieso, aber bei ProSieben bleiben wir hängen. Vielleicht weil da gerade ein pinkes Plüschmonster mit viel zu langen Armen "Don't Cha" von den Pussycat Dolls trällert. Die Fratze kommt mir irgendwie bekannt vor. Da fällt mir ein, dass ich sie vor einigen Wochen beim Finale von "Germany's Next Topmodel" gesehen habe. (Ja, fragt jetzt bitte nicht, warum ich das auch geguckt habe.)

Der Auftritt war wohl eine Promo-Aktion für die Show, die seit dem 27. Juni immer donnerstags läuft. (Wie sonst GNTM. Ich erkenne ein Muster bei mir.) Damals hatte ich absolut nicht verstanden, was das mit dem Monster soll und mich gefragt, was für einen Schwachsinn sich da ProSieben-Redakteure wieder ausgedacht haben. Und jetzt sitze ich da und schaue anscheinend gerade Folge zwei von "The Masked Singer". Erst als das Monster ausgesungen und die Jury aus Ruth Moschner, Collien Ulmen-Fernandes, Max Giesinger und Elton anfängt zu raten, wer unter der Verkleidung steckt, verstehe ich das Konzept: Das unter dem pinken Plüsch soll ein Promi sein – und wir alle dürfen mitraten!

Rätselraten bei der neuen ProSieben-Show "The Masked Singer"

Rätselraten bei der neuen ProSieben-Show "The Masked Singer": Wer steckt hinter dem Kakadu und dem Eichhörnchen?

ProSieben

Wer steckt hinter der Maske?

Nach dem Monster folgt noch der "Kudu" (eine Antilope), ein Kakadu, ein glitzernder Astronaut und ein Eichhörnchen im Superhelden-Kostüm. "Der Kudu ist garantiert Daniel Aminati!", rufe ich. Wir sind sofort im Rate-Fieber. "Das Eichhörnchen ist Evil Jared!" Auch mein Mann macht mit – und das als größter Promi-Trash-Show-Kritiker, den ich kenne. Bis wir gecheckt haben, dass erst am Ende der Sendung der Promi gelüftet wird, der am wenigsten Anrufe von den Zuschauern bekommen hat, und dass die Tipps der Jury eigentlich nichts zur Sache haben, dauert es noch ein paar Minuten – aber dann sind wir Feuer und Flamme. 

Bei der Arbeit kann meine Euphorie für diese Show, die zuvor spurlos an mir vorbeigegangen war, niemand nachvollziehen. Stattdessen gibt es skeptische Blicke, als hätte ich gerade offenbart, dass ich in meiner Freizeit gerne Pullover für fremde Nacktmeerschweinchen stricke. (Tue ich übrigens nicht.)

Und auch wenn man sich im Netz umschaut, findet man zwar ziemlich viele Tweets unter dem Hashtag #themaskedsinger, aber die meisten sind eher hämisch: zu viel Werbung, zu wenig Promi, Jury scheiße. Gucken tut es also jeder, aber mögen will es keiner. Dabei sprechen die Quoten dafür, dass nicht nur ich im Maskenfieber bin. Die erste Folge schaffte mit einem Marktanteil von 20,7 Prozent der 14- bis 49-Jährigen den besten Start einer ProSieben-Show seit 2011, laut eigener Aussage des Senders. Die zweite Folge konnte mit 24,6 Prozent in der selben Zielgruppe sogar noch zulegen. Wie passt das zusammen? Will Deutschland einfach kein deutsches Fernsehen gut finden? Schämen sich meine Kollegen, weil sie insgeheim doch mitgefiebert haben?

Das innovative Konzept stammt leider (natürlich) nicht aus Deutschland, sondern Südkorea. "The Kind of Mask Singer" läuft dort bereits seit 2015. In den USA startet im September diesen Jahres die zweite Staffel. Klar, dort sitzen Stars wie Nicole Scherzinger oder Robin Thicke in der Jury und was dort Nick Cannon ist, ist bei uns halt Matthias Opdenhövel ... Naja, aber hier laufen auch Sendungen wie "Das große Promi-Flaschendrehen", also sollten wir uns nicht beschweren.

"The Masked Singer" ist wie eine kollektive Schnitzeljagd

Ich dachte, einen Promi am Gesang zu erkennen, sei einfach – ist es aber nicht. Vor allem nicht, wenn hinter der Maske so ziemlich jeder A- bis Z-Promi stecken könnte. Für mich fühlt sich die Show an, wie eine kollektive Schnitzeljagd. Werden die maskierten Promis von der Jury etwas gefragt, antworten sie mit verzerrter Stimme sowas Kryptisches wie: "Früher war meine Welt ein hässlicher Ort voller Gefahren. Meine Weggefährten päppelten mich immer wieder auf." Dieses Indiz stammt zum Beispiel vom Monster. Sofort fragt man sich, was könnte es damit meinen? Welcher Promi hatte eine scheinbar so schwere Kindheit? Wer sind diese Weggefährten? Und je mehr Gaga-Antworten man von den Maskierten bekommt, desto dringender will man wissen, wer dahinter steckt. Das scheint aber nicht allen Zuschauern so zu gehen. Auf Twitter kommt die neue Show  nicht ganz so gut weg:

Neben dem Schmetterling wurde in der ersten Folge schon der Oktopus enttarnt. Darunter verbarg sich Lucy von den No Angels. Auf der offiziellen ProSieben-Website können Fans abstimmen, wen sie unter den Masken vermuten. Klar, Susan und Lucy sind jetzt keine A-Prominenz – aber es sind ja noch acht Masken übrig. 

Evil Jared, Daniel Aminati und Max Mutzke tippen wir zum Beispiel. Beim Rest habe ich keine Ahnung. Aber die Auflösung am Show-Ende ist trotzdem spannend. So spannend, dass ich wahrscheinlich ab jetzt jeden Donnerstag einschalten werde, um mitzufiebern. Im Gegensatz zu meinen Kollegen aber nicht heimlich im stillen Kämmerlein. Ich hätte niemals gedacht, dass ein so einfach scheinendes Konzept so innovativ und erfrischend für die sonst momentan sehr triste deutsche Fernsehlandschaft sein könnte. Es wird (amateurhaft) gesungen, ohne jemanden bloß zu stellen; es gibt Promis ohne peinliche Spiele; Rätselspaß ohne dumme Fragen und Spannung bis zum Ende. Meine Tipps für die übrigen Kandidaten habe ich schon abgegeben – und ihr?

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(