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Meinung

Angeblicher Promi-Bonus: Zwischenstopp für Böhmermann? Dafür sollten wir die Bahn endlich mal feiern!

Die Bahn lässt Jan Böhmermann auf freier Strecke aussteigen und feiert sich dafür in den sozialen Medien – und zwar zu Recht! Denn während manche noch über die vermeintliche Vorzugsbehandlung des Moderators meckern, sollten wir die Bahn an dieser Stelle ausdrücklich loben.

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Jetzt ist es offiziell: Die Deutsche Bahn kann es uns nicht recht machen. Falls es noch eines Beweises bedurfte – Jan Böhmermann hat ihn erbracht. Der Moderator hat in seinem Spotify-Podcast "Fest & Flauschig" verraten, dass ein IC für ihn außerplanmäßig gehalten hat. Und wie fällt die allgemeine Reaktion aus? Es wird kräftig gemeckert über Böhmermanns vermeintlichen Promi-Bonus und die Unverschämtheit der Bahn, den Zwischenstopp auf Kosten aller anderen Passagiere eingelegt zu haben.

Dabei ist dies nun wirklich einer der seltenen Momente, in denen wir einmal kurz tief durchatmen sollten, weil wir es vielleicht selbst nicht fassen können, bevor wir uns eingestehen: Ja, in diesem Fall hat die Bahn ausnahmsweise wirklich alles richtig gemacht! Damit macht sie vielleicht nicht die unzähligen Verspätungen, Zugausfälle und anderen Unannehmlichkeiten wett, die wir im Laufe unseres Lebens wegen ihr erleiden mussten. Aber sie zeigt sich doch von einer ungewohnten, nämlich menschlichen Seite.

Jan Böhmermann und der Notfallplan der Bahn

Böhmermann hat es in "Fest & Flauschig" ganz charmant nacherzählt: wie der Zugführer zunächst keine Möglichkeit sah, ihm zu helfen, dann aber doch noch ein paar Telefonate führte, bevor er den Satiriker beiseite nahm, um ihm den verschwörerischen Notfallplan, den er hektisch mit der Netzzentrale in Berlin ausgeheckt hatte, zu erörtern: Halt in Lauenbrück, auf freier Strecke zwischen Hamburg und Bremen – nur damit der Moderator pünktlich zu seinem Termin mit dem "Weser-Kurier" in Bremen gelangen konnte.

Absgesehen davon, dass die Wichtigkeit des Anlasses hier sicher diskutabel ist: So wollen wir unsere Bahn doch sehen! Spontanes Krisenmanagement, höchstpersönlicher Service, nicht alles zu genau nehmen – wie soll der Zugführer sinngemäß zu Böhmermann gesagt haben: Wir haben eh schon Verspätung, da kommt es auf die Minute auch nicht an.

Genau! Das ist das Mindeste, was die Bahn und ihre Mitarbeiter uns im besten Fall immer garantieren sollten, wenn es schon mit der pünktlichen und angemessen klimatisierten Beförderung so selten funktioniert: ein offenes Ohr und ein bisschen Selbstironie. Das wirkt noch auf den wutschnaubendsten Passagier einigermaßen blutdrucksenkend.

Deutsche Bahn: "Dein Freund in der Not"

Natürlich sollten Zugbegleiter- und führer aber nicht nur im Angesicht einer landesweiten Berühmtheit in den lässigen Service-Modus verfallen. Aber mit diesem Vorurteil sollte angesichts der Causa Böhmermann an dieser Stelle ohnehin aufgeräumt werden: Ich habe seit gestern mehrere Berichte aus dem Bekanntenkreis erhalten, die mir ähnliche Situationen aus eigener Erfahrung schilderten. Situationen, in denen Schnellzüge nur für sie höchstpersönlich an einem verlassenen Bahnsteig hielten, um sie aussteigen zu lassen. Oder in denen ihnen als Falschfahrer wider Willen zumindest im Rahmen der Möglichkeiten schnell und unkonventionell geholfen wurde.

Auch auf Twitter finden sich ähnliche Erlebnisse:

Und offenbar scheint das mit der Selbstironie bei der Bahn auch am Tag nach dem großen Medienecho rund um die Böhmermann-Aktion geradezu Schule zu machen:

Wir sollten also aufhören, die Bahn für ihren vermeintlichen Promi-Bonus zu verurteilen. Wir sollten sie wenigstens dieses eine Mal feiern für ihre Spontaneität und ihre Unkompliziertheit. Oder in Böhmermanns Worten:

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.