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Karriereende nach 21 Jahren: Ein letztes Mal mit Dirk Nowitzki aufstehen: Warum ich es ihm schuldig war

Aus. Schluss. Vorbei. Nach 21 Jahren hört Dirk Nowitzki bei den Dallas Mavericks auf. Für unseren Autor ein trauriger Moment. Er stand noch ein letztes Mal mit ihm auf. Das ist er ihm schuldig gewesen.

Dirk Nowitzki beendet unter Tränen seine Basketball-Karriere – stern-Reporter Jens König berichtet vor Ort

2 Uhr nachts. Mein Wecker klingelt. Am liebsten hätte ich in diesem Moment das blöde Ding gegen die Wand geworfen. Aber wer hat schon Lust, sich ein neues Handy zu kaufen? Zu teuer und sowieso: Ich wurde nicht gezwungen, aufzustehen. Ich habe es so gewollt. Ich will die Nacht zum Tag machen. Es in Kauf nehmen, am nächsten Morgen im Büro fast einzuschlafen – nur um ihn noch einmal live als aktiven Sportler zu erleben: Dirk Nowitzki.

Dirk Nowitzki

Dirk Nowitzki verkündete nach dem Spiel gegen die Phoenix Suns in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sein Karriereende

Picture Alliance

Auch wenn zu diesem Zeitpunkt, vor dem Spiel, noch offen war, ob es überhaupt sein letztes Heimspiel als Profi für Dallas Mavericks werden sollte. In Interviews zuvor hatte er sich bedeckt gehalten. Er wolle sich die Entscheidung bis nach der Spielzeit offen halten, ob er weitermache oder nicht. Doch für mich schien es irgendwie klar: Es muss sein letztes Spiel im American Airline Center in Dallas sein. Dazu verlief die Saison 18/19 einfach zu schlecht.

Wegen Achillessehnenproblemen verpasste Nowitzki die ersten Spiele der Saison. Als er zurückkam, wirkte er noch langsamer, noch hüftsteifer als zuvor. Auch seine Zahlen – Minuten pro Spiel, Punkte pro Spiel, Rebounds pro Spiel – verschlechterten sich noch einmal. Mit dieser Leistung sei er selber nicht zufrieden, wie er in einem Interview mit dem ZDF am vergangenen Sonntag verriet: "Ich muss echt sagen, die Monate Dezember und Januar waren nicht gut. Da hatte ich keinen richtigen Spaß mehr. Es hat einfach gehakt." Ich ahnte also, was er dann nach dem Spiel in der Arena verkündete: "Das ist mein letztes Heimspiel."

Eine Nacht wie 2011

Deshalb schwor ich mir: Ich musste ich dieses Spiel unbedingt live sehen. Ich war es ihm einfach schuldig. Denn: Seinetwegen bin ich Basketball-Fan. Seinetwegen bin ich regelmäßig um 3 Uhr nachts aufgestanden, um dann über schlechte Streams irgendwelche Playoff-Spiele gegen Portland, Los Angeles, Oklahoma und Miami anzugucken. Seinetwegen musste ich meinen Lehrern damals vor acht Jahren, als er mit Dallas die Meisterschaft gewann, in der Schule erklären, warum mir in den ersten Stunden immer die Augen zugefallen sind. Meine Begründung konnten sie nicht verstehen. "Muss man sich das live angucken – ist doch nur Basketball. Das interessiert hier eh keinen", hat mein Chemielehrer mir damals mal gesagt. Und fing dann an, über irgendwelche chemische Verbindungen zu reden. Ironie pur.

Wie 2011 hat es sich jetzt wieder angefühlt. Bei jedem Ballkontakt der Nummer 41 fiebere ich mit. Ich juble bei jedem seiner Punkte so, als wäre ich befördert worden. Ich gerate ins Staunen, wenn er den Spalding in seiner gewohnten Manier im Rückwärtsfallen mit einem Bein durch die Reusen wirft. Ich pöble, wenn die Schiedsrichter kein Foul pfeifen, obwohl sie es aus meiner Sicht hätten tuen müssen. Je länger das Spiel gegen die Phoenix Suns aber dauert, desto mehr fühlt es sich wie eine Fahrt auf der Titanic an. So schön es auch ist, das Ende kommt unaufhaltsam – und es lässt sich nicht verhindern.

Spätestens im zweiten Viertel verschlägt es mir die Stimme. Auf dem Videowürfel in der Arena werden Bilder von seiner Community-Arbeit gezeigt. Nowitzki ist zu sehen, wie er mit einer Zipfelmütze Kinder in Krankenhäusern besucht. Beim Hinschauen muss er sich die Tränen aus dem Gesicht wischen. So gerührt ist er.

Deshalb wird Dirk Nowitzki so geliebt

Für mich ist es das Highlight des Spiels. Es zeigt mir, warum ich eigentlich Fan von Dirk Nowitzki, The German Wunderkind, bin. Es ist nicht nur seine sportliche Leistung, dass er über 31.000 Punkte in der NBA erzielt hat, die Meisterschaft 2011 gewonnen hat oder 2007 als erster und bislang einziger Europäer zum wertvollsten Spieler der Liga gewählt wurde. Es geht um die Tatsache, dass er trotz allem er selbst geblieben ist. Dafür stand auch in gewisser Weise das Motto seiner Abschiedsparty: 41.21.1: seine Trikotnummer, die 41, die Jahre, die er für die Dallas Mavericks gespielt hat, 21, und das immer nur für diesen einen Verein.

Für all das verehrt man ihn nicht nur in Dallas, sondern überall auf der Welt. Man findet kaum jemanden, der ein schlechtes Wort über Dirk Nowitzki sagt. Selbst Athleten aus anderen Sportarten schauen zu ihm hoch, und das nicht (Achtung, witzig) wegen seiner Körpergröße. Der frühere Handball-Nationalspieler Stefan Kretzschmar sagt über ihn: "Dirk Nowitzki widerspricht völlig dem, was wir als Persönlichkeiten definieren - Schlagzeilen zu provozieren, anders zu sein. Er ist überhaupt nicht über Schlagzeilen gekommen. Nowitzki ist ein Vorzeigesportler, der sympathischste Typ, den ich je kennengelernt habe, einer der größten Stars, die es in Deutschland jemals gegeben hat. Aber mit einer rein tadellosen sportlichen Leistung und einem rein sympathischen Auftreten."

Genau das macht ihn so einzigartig. Deswegen bin ich es ihm schuldig gewesen, ihm seine letzte Ehre als aktiver Sportler zu erweisen – und ihm DANKE zu sagen. Dirk, ohne dich wäre ich wahrscheinlich kein Basketball-Fan geworden. Danke, dass ich bestaunen konnte, wie du die besten Verteidiger der Welt zum Verzweifeln gebracht hast. Im Übrigen auch an diesem Abend. Da machte Dirkules mal eben 30 Punkte, wodurch sein Team mit 120:109 gewann. Jedenfalls: Dirk, du wirst mir fehlen. Danke, dass ich mit dir jahrelang aufstehen durfte.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(