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NEON-Serie, Teil 3: Jungfrau mit Mitte 20: "Ich wollte nicht 'geknackt' werden"

Es gibt viele Gründe, warum manche Menschen mit Mitte 20 noch Jungfrau sind. Doch die wenigsten reden darüber. In der neuen NEON-Serie erzählen drei Menschen, warum sie noch keinen Sex hatten. Dieses Mal: Annika.

Von Katharina Weiß

Jungfrau mit Mitte 20: "Ich wollte nicht 'geknackt' werden"

In der neuen NEON-Serie "Jungfrau mit Mitte 20" erzählen Menschen, warum sie noch keinen Sex hatten (Symbolbild)

Unsplash

Von wie vielen deiner Freunde weißt du nicht, dass sie noch Jungfrau sind? Vermutlich gibt es mehr Jungfrauen unter deinen Freunden, als du denkst. Denn: In einer Welt, die sich nur um Erotik dreht, kann Enthaltsamkeit wie ein Makel wirken.

Unsere Autorin hat für unsere NEON-Serie "Jungfrau mit Mitte 20" drei Menschen getroffen, die mit diesem Geheimnis leben – und anderen etwas von dem Druck nehmen wollen, der mit fehlender sexueller Erfahrung einhergeht. Der letzte Erfahrungsbericht kommt von Annika. Sie ist 26 Jahre alt – und hatte ihr erstes Mal mit 25.

Alle Kerle standen auf meine beste Freundin

Annika: "Ich wurde mit 15 in meiner Heimatstadt Hamburg als Model entdeckt und bin seitdem viel um die Welt getourt. Ich war keine klassische Schönheit, sondern gutaussehend für den Job: Groß, dürr, blass, markante Züge, die man mit Make-up kreativ in Szene setzten kann. Alle Jungs standen eher auf meine beste Freundin, die war klein und süß, mit einem tollen Po und wilden Locken. Aber kaum kam an der Schule raus, dass ich in Mailand und London auf der Fashionweek war, waren die Kerle plötzlich an mir interessiert –nur leider die falschen.

Einmal lud mich ein beliebter Junge aus der Parallelklasse zum Kaffeetrinken an der Alster ein. Wir knutschten und fummelten, am Abend kam ich total verknallt nach Hause. Der Traum von Wolke sieben hielt keine 24 Stunden: Am nächsten Tag in der Schule erfuhr ich, dass er allen erzählt hatte, dass er mit mir gevögelt hätte. Die Erfahrung hat mich sehr verletzt und für lange Zeit geprägt. Ich wollte nicht 'geknackt' werden, sondern selbstbestimmt und aus Liebe mit jemandem schlafen.

Die ganzen Selbstzweifel meinem Körper gegenüber, die durch das Modeln verstärkt wurden, haben auch nicht gerade dazu beigetragen, meine Libido anzuregen. Erst mit 20 Jahren habe ich zum allerersten Mal masturbiert, später auch häufiger mit Pornos. Durch die dachte ich mir aber oft: Mensch, wenn Leute in meinem Alter schon so performen können, dann muss mir doch eine ganze Menge an Erfahrungen fehlen. Beruflich hatte ich natürlich mit vielen hübschen Männern zu tun, aber diese Perfektion hat mir eher zusätzlich Angst gemacht. Außerdem wollte ich nicht mit einem Kollegen schlafen – und dann noch einmal erleben, wie er es allen erzählt, dieses Mal aus dem beruflichen Bekanntenkreis.

Nicht mehr Jungfrau zu sein, war für Annika eine Befreiung

2014 habe ich dann angefangen, in Wien Psychologie zu studieren. Im ersten Semester lernte ich einen Pianisten kennen, Marke Klassik-Rockstar, in den ich mich Hals über Kopf verliebte. Ich erzählte ihm nie, dass ich noch Jungfrau war, aber ich glaube, er hat es gespürt. Er war viel in Europa unterwegs und ich lag noch in den letzten Zügen meines Modeljobs, deshalb sahen wir uns über ein halbes Jahr hinweg nur sechsmal. Das waren wunderbare Dates. Wir schliefen meistens nebeneinander ein. Ich war gerade an dem Punkt, an dem ich gerne mit ihm geschlafen und mich ihm anvertraut hätte. Da bat er mich nach einem Monat auf Tour um ein persönliches Treffen und gestand mir, dass er seine Ex-Freundin wieder getroffen hatte.

Die alte Flamme war neu entfacht. Ungefähr so kitschig hat er das auch gesagt. Ich konnte ihm nicht böser sein. Das war wenigstens ehrlich. Das hat mich ziemlich müde gemacht. Danach habe ich hier und da mal mit einem netten Mann geknutscht. Und eines Abends war ich auf einem Galerie-Event, traf diesen Künstlertypen, mit dem ich sofort eine sexuelle Spannung hatte, trank eine halbe Flasche Sekt zu viel und landete mit ihm im Bett. Es war überraschend gut, er hat nicht gemerkt, dass ich noch Jungfrau war. Und ich kannte meinen Körper mittlerweile auch in sexueller Hinsicht so gut, dass mit die Aufregung den Spaß nicht verleidet hat.

Wir haben uns danach noch zweimal getroffen, Liebe war es aber nicht. Klar, ein bisschen traurig bin ich schon, dass es nach all der Wartezeit doch nur eine körperliche Erfahrung war. Dafür hat er eine Last von mir genommen, deren Nachbeben ich erst spürte, als ich sie verloren hatte: Danach war ich wie befreit, als wäre ein Damoklesschwert über meinem Kopf entfernt worden. Manchmal erzähle ich die Geschichte und dann verraten mir jüngere Kommilitoninnen im Vertrauen, dass sie mit 22 oder 23 auch noch Jungfrau sind. Ich rate ihnen dann immer, so viel wie möglich mit ihrem eigenen Körper auszuprobieren und Spielzeug zu kaufen – und mit niemandem zu schlafen, der sie vor dem 'Penis-in-Vagina-Teil' nicht lecken möchte!"

Geschlechtsverkehr auf dem Küchenboden
Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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