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Furioser Fanboy Die bos(s)hafte "Game of Thrones"-Kritik von Kollegah

Die bos(s)hafte "Game of Thrones"-Kritik von Kollegah
Die letzte "Game of Thrones"-Folge hat Kollegah so gar nicht gefallen - da musste der Rapper auf Facebook erst einmal eine Ansage machen
© Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa
Wie sagt man so schön: Kritik ist Liebe. Wenn es allerdings um "Game of Thrones" geht, hat Kollegah als leidenschaftlicher Fanboy der Fantasy-Serie nicht allzu viel davon übrig. Achtung: Dieser Text enthält Spoiler.

"Du hörst meinen Porschemotor in deinem Vorstadtwohnort - es ist Kollegah, ein Mann, ein Wort, wie Hodor" - prollige Punchlines kann Kollegah, keine Frage. Außer: Wer oder was ist Hodor?

Kurz: ein freundlicher Riese und absoluter Fanliebling. Es soll ja Menschen geben, die das nicht wissen - weil sie kein "Game of Thrones" gucken. Das Serien-Spektakel ist wieder in aller Munde, aktuell läuft die siebte Staffel der Fantasy-Saga. Und auch Kollegah scheint aktuell kein wichtigeres Gesprächsthema zu kennen.

Denn der "King" of Deutschrap hat sich nicht nur auf seiner aktuellen Platte "Imperator" (Track: "Schwarze Rosen") als Fanboy der Fantasy-Serie (und von Hodor) geoutet. Auch via Instagram-Storys lässt Kollegah wöchentlich wissen, was von den aktuellen Ereignissen in "Game of Thrones" zu halten ist. Oder eben, was da alles so schiefläuft in seiner vermeintlichen Lieblingsserie - mit gewohnt bos(s)haften Punchlines, die seinen Raptexten entsprungen sein könnten.

Letzte Warnung: Dieser Text enthält Spoiler!

Kollegah und "GoT": eine explosive Mischung

"Ich musste ma kurz meinen Senf zu der gestrigen Game of Thrones Folge loswerden", schreibt Kollegah nun aus dem Türkei-Urlaub bei Facebook. Die aktuelle Folge der Fantasy-Serie hat offenbar eine größere Boss-Besprechung verlangt: In einem 5:31-Minuten-Video lässt sich der Rapper über Logiklöcher, "Blondchen" und seinen Lieblingscharakter Jon Snow (oder "Schnow", wie er sagt) aus. Dabei eigentlich der einzige Satz, der ohne Kraftausdruck auskommt: "Jetzt müssen wir mal kurz über die Folge gestern reden." 

Es dauert nicht lange, bis selbst "Game of Thrones"-Frischlinge merken: Der "Boss" war mit der neuesten Folge gar nicht zufrieden. Achtung, Spoiler: Die folgenden Sätze können auch auf Fans verstörend wirken. 

"Statt dass dann das Blondchen sagt: 'Schicke ich dir ein paar Dothrakis mit und hier so'n paar Schwanzlose' - ne, lässt sie den friendzoned Mormont alleine mit dem Jon Schnow und so ein paar Verbrechern ins Eis zu sechst."

Und sowieso unlogisch:

"Blondchen glaubt ja selber auch an die Bedrohung. Anstatt, dass sie sich auf einen Drachen hockt und sacht: 'Okay, ich fliege über euch und sach euch wo die Armeen sind und wo die meisten Ansammlungen sind', geht der da nicht hin und geht da hin, wo die vereinzelt rumlaufen und einfach ins Eis in der Hoffnung, da steht einer allein rum irgendwo. So, steht natürlich nicht einfach irgendwo ein Zombie allein rum und macht Picknick. Stattdessen kommt ein Bär, fickt erstmal einen weg."

Das Ding mit dem Knie

Fazit von Kollegah: "Richtig behinderter Plan." Vielleicht etwas ungelenk und mindestens politisch unkorrekt formuliert, aber im Grunde genommen der Plot der letzten Folge: Die "Zombies" sind eigentlich Weiße Wanderer und eine große Bedrohung für Westeros, von der auch "Blondchen" (Drachenkönigin Daenerys) weiß - gegen die sie nach Meinung vieler Fans zu spät etwas tut. Im Gegensatz zu "Schnow" (Jon Snow), dem König des Nordens, der einen Weißen Wanderer fangen will - um mit der Legende in Westeros aufzuräumen, diese gebe es gar nicht. Ja, es ist kompliziert.

Hingegen eindeutig: Kollegahs Liebe zu Jon "Schnow", der wieder "richtig im Beastmode" war und "ZÄCK! Testobooster"-mäßig diese Zombis erschlagen hat. "Props: Der macht echt am meisten, der Jon", gibt der Rapper zu Protokoll. Aber: da ist noch "das Ding mit dem Knie". Der König des Nordens soll sein Knie beugen, um Drachenkönigin Daenerys seine Treue zu schwören. Kollegah zeigt klare Kante:

"Liegste da halb tot und dann kommt auch noch die Alte und will dat Knie geknickt. Da hätte ich gesacht: 'Komm, ja, ich würds ja knicken, aber ist kaputt. Unter der Decke, stells dir einfach vor. Ja, ich knick es jetzt - theoretisch. Jetzt lass mich in Ruhe und fick nicht meinen Kopf, Alter."

Bei aller Kritik: Immerhin hat die neueste Folge von "Game of Thrones" offenbar auch Kollegahs Kopf, sagen wir, strapaziert. 

fs

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