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Anika Brand: NEON-Traumjob: Wie wird man eigentlich... Bestatterin?

Es hört sich makaber an: Anikas Arbeit beginnt dann, wenn andere sterben. Sie ist nämlich Bestatterin. Doch wie wird man das eigentlich? Und: Wie sieht der Alltag aus? Mit NEON sprach sie über ihren persönlichen Traumjob.

Traumjob – Bestatterin: "Meine Arbeit fängt dann an, wenn andere sterben"

Anika Brand erzählt in der NEON-Serie Traumjob, wie man eigentlich Bestatterin wird

Um wen geht's?

Anika Brand ist 27 Jahre alt und kommt aus der Gemeinde Oerlenbach in Bayern. Dort arbeitet sie seit 2008 als Bestattungsfachkraft bei einem Familienunternehmen.

Was machst du den ganzen Tag?

"Es klingt komisch, wenn ich sage, dass ich ganz normale Arbeitszeiten habe. Doch tatsächliche arbeite ich regulär von 8 bis 17 Uhr. Allerdings ist es mit der Regularität in meinem Beruf so eine Sache. Der Tod macht keine Pause. Eine Person kann um 10, 19 oder 23 Uhr sterben. Deshalb muss ich natürlich immer flexibel sein. Das Wichtigste ist also, dass meine Familie und Freunde Bescheid wissen.

Mit anderen Worten: Ich muss rund um die Uhr bereit sein. Wenn eine Person stirbt, ist der Ablauf aber immer der gleiche: Ich kümmere mich um alles, was nach dem Tod gemacht werden muss. Das heißt: Ich organisiere alles mit den Angehörigen, plane die ganze Bestattung und die Überführung – also, dass wir den Verstorbenen/die Verstorbene am Sterbeort abholen und ihn anschließend hygienisch versorgen, waschen, anziehen, eventuell schminken."

Wie wird man das?

"In meinem Fall hat es sich so ergeben. Ich bin in einer Kirche Messdienerin gewesen und habe ich mich dort oft mit dem Bestatter unterhalten. Und irgendwie habe ich dadurch Interesse an dem Beruf bekommen. 

Mit 14 Jahren habe ich dann ein Praktikum bei einem Bestattungsunternehmen gemacht. Es gab da so eine Art Schlüsselerlebnis: Das war, als ich am ersten Tag einem Verstorbenen die Socken angezogen habe. Von da an war mir klar: Das ist meine Berufung. Nach der Schule habe ich deshalb eine Ausbildung gemacht – und seit mittlerweile fast mehr als zehn Jahren arbeite ich nun als Bestattungsfachkraft.

Welchen Satz kannst du nicht mehr hören?

"'Das ist ja ein krisensicherer Job.' Es ist einfach ein typisches Klischee. Andere Berufe werden schließlich auch immer gebraucht. Vor allem kommt es so rüber, als ob man deshalb so eine Art 'Jobsicherheit' habe. Aber als Bestattungsfachkraft ist es wie in jedem anderen Beruf auch – vielleicht ist es sogar noch schlimmer als in anderen. Denn: Wenn ich bei so etwas Einmaligen wie einer Bestattung einen Fehler mache, versaue ich den Angehörigen die letzte Begegnung mit dem Verstorbenen. Und das ist dann wiederum auch fürs Unternehmen schlecht."

Wie ist die Bezahlung?

"Das ist eine ganz schwierige Frage. Das sage ich jetzt nicht, weil ich über Geld nicht sprechen will, sondern weil die Bezahlung schlichtweg so unterschiedlich ist. Der Beruf des Bestatters ist nämlich erst seit 2003 ein Ausbildungsberuf. Deshalb kommt es auch auf die Region an, in der man arbeitet.

Während das eine Bestattungsunternehmen Schüler mit einem Haupt- und Realschulabschluss einstellt, stellt ein anderes dagegen nur welche mit Abitur ein. Ich kann deswegen nur aus meiner Erfahrung sagen, dass ich 12 bis 15 Euro pro Stunde für realistisch halte."

Was ist das Beste am Job?

"Das sind vor allem zwei Dinge: Zum einen der Kontakt mit den Angehörigen, zum anderen das Gefühl, etwas Gutes zu tun. Eine Beerdigung ist für alle Beteiligten natürlich eine schwere Situation. Wenn dann aber im Nachhinein jemand zu einem kommt und sagt, dass es eine tolle Beerdigung gewesen sei, weiß ich, warum ich den Job mache. Etwas Besseres kann einem Bestatter/einer Bestatterin nicht passieren. Das berührt mich schon."

Dein Tipp für Newcomer?

"Auf jeden Fall ein Praktikum. Denn man soll erst einmal herausfinden, ob dieser Job etwas für einen ist. Es ist kein einfacher Beruf. Natürlich ist kein Beruf leicht. Nur braucht man als Bestatter viel Feingefühl, Empathie und das Bewusstsein, dass das, was man macht, wichtig ist."

Johann Waschnewski
Themen in diesem Artikel
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(