HOME
Meinung

Digitales Leben: Apple, Amazon, Google und Co: Warum mir die Tech-Riesen unserer Zeit Angst machen

Unserem Autor macht es Angst, wie wir uns den Großkonzernen unserer Zeit ausliefern. Dem faulen Konsumenten ist alles egal, solange die nächste Innovation für ihn wenig Aufwand im Alltag bedeutet. Aber das hat fatale Konsequenzen.

Ist es verantwortungslos, wie hemmungslos wir uns den Tech-Großkonzernen unserer Zeit ausliefern? (Symbolbild)

Ist es verantwortungslos, wie hemmungslos wir uns den Tech-Großkonzernen unserer Zeit ausliefern? (Symbolbild)

Ich besitze kein iPhone, bloß ein billiges 150-Euro-Samsung. Ich verachte Menschen, die für ein neues Apple-Produkt vor dem Store übernachten, zutiefst. Bevor ich mein Zeug bei Amazon bestelle, gehe ich lieber in einen Laden. Und seit ich eine gut recherchierte Reportage über die Unternehmenskultur bei Uber gelesen habe, nehme ich nur zu gerne das gute, alte Taxi.

Manchmal lachen meine Freunde deshalb über mich. Aber hasse ich Apple, Amazon & Co. wirklich – oder bin ich bloß ein hoffnungsloser Nostalgiker? Verschließe ich mich dem technischen Fortschritt?

Tatsache ist: Die Tech-Riesen unserer Zeit – Apple, Amazon, Google, Facebook und Konsorten – machen mir Angst. Genauer gesagt macht es mir Angst, wie hemmungslos wir uns ihnen ausliefern, wie bereitwillig wir uns von ihnen in die digitale Abhängigkeit treiben lassen.

Jonathan Franzen: "Ära der Vergewaltigung"

Es ist nie ratsam, sich den Alltag von Monopolisten diktieren zu lassen, und doch blenden wir die logischen Konsequenzen offenbar gerne aus, wenn sich die großen Imperien unserer Zeit alle Konkurrenten einfach einverleiben, so wie es zum Beispiel Facebook mit WhatsApp oder Instagram getan hat.

Als "ungeheuer böse" bezeichnet Jonathan Franzen den Handelsriesen Amazon in einem bemerkenswerten Interview in der aktuellen Ausgabe des "Spiegel". Weiter sagt der US-Schriftsteller: "Ich wünsche mir, dass die Aufsichtsbehörden Amazon in zwölf Teile zerschlagen, die dann miteinander konkurrieren. Dann wäre das Problem gelöst."

Franzen bezeichnet die Herrschaft der oben genannten Großkonzerne als "Ära der Vergewaltigung". Ich stimme ihm zu, halte aber abgesehen von den wirtschaftlichen Konsequenzen dieses radikalen Konsumkapitalismus ein anderes Problem für mindestens ebenso dringlich: die Frage der Ethik.

Vielleicht bin ich ewig gestrig, was die kleinen Daueroptimierungen des Alltags angeht. Aber es geht mir ernsthaft auf die Nerven, wie Tech-Millionäre uns allen Ernstes dauernd hippie-eske Visionen verkaufen, sich aber tatsächlich einen Dreck um die dringenden Probleme unserer Zeit scheren: um Klima, Umwelt, Energie.

Der Mensch neigt zur Bequemlichkeit

Schon seit Jahren machen uns die Vordenker aus dem Silicon Valley mit ihrem missionarischen Eifer weis, die Welt zu einem besseren Ort zaubern zu wollen. Mit künstlicher Intelligenz arbeiten sie an einer Gesellschaft, in der alles nicht mehr nur auf Knopfdruck, sondern auf Zuruf oder bloßes Augenblinzeln funktioniert.

Der Mensch neigt zur Bequemlichkeit, verwechselt sie mit Effizienz, und feiert die Entwicklung deshalb ausschließlich als Fortschritt. Aber Franzen wird in dem "Spiegel"-Interview darauf angesprochen, dass nachwachsende Generationen dank der Sprachübersetzung durch künstliche Intelligenz in Zukunft keine Fremdsprachen mehr lernen müssen.

Der Autor verweist auf die wertvolle Erfahrung, sich in einem fremden Land zu verständigen, als "Begegnung mit den Grenzen unserer Fähigkeiten". Ebenso macht ihn die Möglichkeit skeptisch, heutzutage alles binnen Sekunden googlen zu können: "Ohne Schwierigkeiten, ohne Hindernisse, ohne Wissen, um das man kämpfen kann, wird das Leben bedeutungslos."

Eine fürchterliche Vorstellung, die nur noch von der dümmsten aller utopischen Visionen aus dem Valley übertroffen wird: dieses besagte bedeutungslose Leben für immer andauern zu lassen. Denn der Tech-Adel träumt schon seit einiger Zeit vom ganz großen Ding und will den Menschen unsterblich machen. Eine Vorstellung, so tiefgreifend wie töricht. "Diese Leute denken keine Sekunde daran, was es bedeutete, wenn wir 6000 Jahre alt würden, welche katastrophalen Folgen das hätte, sozial, ökologisch, ökonomisch."

Das bedeutungslose ewige Leben

Aber genau diese Aspekte spielen bei digitalen Hypes in der Regel keine Rolle. Dem faulen Konsumenten ist es egal, solange die nächste Innovation für ihn nur noch weniger Aufwand im Alltag bedeutet. Und während er sich immer weniger bewegen muss, immer weniger denken muss, und deshalb auf Dauer immer weniger fühlen wird, träumt er davon, wie schön es wäre, dieses effiziente Leben bis in alle Ewigkeit ausdehnen zu können.

Heinz Strunk hat einmal sinngemäß gesagt, dass immer nur den langweiligen Leuten das Leben zu kurz vorkommt – allen anderen reicht die vorhandene Zeit völlig aus. Dem ist nichts hinzuzufügen.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(