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Trend Minimalismus: Alle misten aus: Warum der Hype um Marie Kondo problematisch ist - und wie es besser geht

Aufräumen ist Trend – und Wegwerfen damit auch. Doch sollte alles, was keine Freude bringt, wirklich in den Müll? Was in der Netflix-Show mit Minimalismus-Expertin Marie Kondo fehlt.

Ein Gastbeitrag von Miriam Pesch

Aufräumen Marie Kondo Kleiderschrank

Ein beliebtes Aufräumziel: der eigene Kleiderschrank. Auch hier kann man nachhaltig ausmisten.

Hast du dich schon mal gefragt, wie du so emotional zu deinem Toaster stehst? Meine emotionale Bindung zu meinem Toaster ist bis dato noch ungeklärt, aber was ich genau weiß ist, dass ich Aufräumen gut finde. Das gute Gefühl, sich von negativem Ballast zu trennen. Und mit diesem Wunsch bin ich nicht allein. Durch die Netflix-Serie "Aufräumen mit Marie Kondo" scheint ganz Deutschland im Aufräumwahn. Für alle, denen jetzt noch kein Licht aufgeht: Marie Kondo ist eine japanische Bestseller-Autorin, die für ihr Leben gerne aufräumt, ausmistet und gerade nicht mehr aus den Medien wegzudenken ist. Eigentlich ist ihre preisgekrönte Methode ganz einfach mit einer Frage zu beschreiben: Bei jedem Teil fragst du dich "Does this spark joy?" – "Bringt mir das Freude?" Wenn nicht, dann trenne dich davon.

Minimalismus ist Wegwerfen mit gutem Gewissen

Das gute Gefühl, etwas vermeintlich emotional-negatives loszuwerden, geht bei vielen und auch bei Marie Kondos Netflix-Show mit dem Wegwerfen eben genau dieser Dinge einher. Es geht ums Loswerden. Es geht jedoch nicht darum, was aus den ungeliebten Dingen wird und wo sie vielleicht ein zweites Leben und ein neues kuscheliges Heim finden können. Und auf einmal ist Marie Kondo für mich nicht mehr die Minimalismus-Königin, sondern sie wird zu einem Sinnbild unserer Wegwerfgesellschaft. Minimalismus ist quasi die Wegwerfgesellschaft mit gutem Gewissen. Oder noch besser: die Wegwerfgesellschaft für alle, die es sich leisten können. Auf einmal wird Minimalismus so richtig snobby. Denn konkrete Tipps, wie man ungeliebte Dinge vielleicht weiter verwerten kann, fehlen in der Sendung. Sollten wir uns nicht viel besser die Frage stellen, wieso wir überhaupt so viel Kram besitzen?  

Wie kommt es, dass ich so viele Vasen sammle und regelmäßig vor meinem Kleiderschrank stehe und das tiefe innere Bedürfnis habe, mich von meiner Kleidung nach einer Weile auch wieder zu trennen? Wieso besitze ich so viele Dinge, an die ich mich auf kurz oder lang emotional negativ gebunden fühle? Viele Dinge zu besitzen fühlt sich manchmal an wie eine richtige Last.

Ausmisten mit Verstand

Mein Fazit: Ausmisten ist super und kann wirklich befreiend wirken, aber nur auszumisten, damit wieder Platz für Neues ist, ist weder nachhaltig noch schont es deinen Geldbeutel. Mein Tipp: Mit Verstand ausmisten, anstatt einfach nur ungeliebte Dinge loszuwerden und wegzuschmeißen. Zum Beispiel meine geliebte Vasensammlung: Sie hat ein wundervolles neues Zuhause in der Wohnung einer Freundin gefunden und ab und an kann ich sie sogar nochmal besuchen kommen!

Wie kannst du jetzt nachhaltig ausmisten und was passiert mit deinen ungeliebten Sachen? Hier kommen sechs Tipps, die du ganz leicht umsetzen kannst: 

1. Verschenken an Freunde und Familie 

Manchmal ist der Weg zum Glück viel einfacher und kürzer als wir denken. Frage am besten zu Beginn bei deiner Familie und in deinem Freundeskreis nach, ob sie das ein oder andere aus deiner Sammlung gebrauchen können.

Mein Tipp: Es trennt sich wesentlich einfacher, wenn man seine Schätze in guten Händen weiß! Wenn es dir also schwerfällt, dich von bestimmten Dingen zu trennen, dann fang am besten in deinem Umfeld an!

2. Spenden

Deine aussortierten Sachen kannst du ganz einfach an soziale Organisationen spenden und so etwas Gutes tun und Bedürftigen helfen. Aber Achtung, einigen Spendenaktionen sind leider mittlerweile immer mehr mit Vorsicht zu genießen. Wer genau dahintersteht und wo die eingesammelte Ware genau hinkommt, ist oft undurchsichtig. Nicht selten kommt es auch vor, dass Kleidung aus Altkleidercontainern hier in Deutschland zu großen Teilen nach Afrika und andere arme Länder exportiert wird. Das klingt erstmal nach einer guten Sache, doch wurde der Markt dort im Laufe der Jahre so von unseren Altkleidern überschwemmt, dass der heimische Markt beinahe zusammengebrochen ist und sich kaum gesund entwickeln kann.

Mein Tipp: Nur an Organisationen spenden, die klar und transparent offenlegen, was mit der gespendeten Ware passiert und auch mal direkt beim Organisator nachhaken, falls etwas unklar ist. Es gibt viele gute regionale Organisationen und Unternehmen, die die gespendete Ware nicht einfach direkt exportieren, sondern günstig in eigenen Läden vor Ort anbieten (z.B. Oxfam). Also mach lieber ein paar kleine Organisationen in deiner Stadt ausfindig, bevor du deine ungeliebten Klamotten in einen der Altkleidercontainer gibst.

3. Mach Geld daraus 

Verdiene mit deinen ungeliebten Sachen noch ein bisschen Geld und mache dabei andere auch noch glücklich. Ob du deine Klamotten über Online-Plattformen, wie Kleiderkreisel und Co. verkaufst oder du dich mit deinen Schätzen auf dem Flohmarkt präsentierst, es gibt so viele Möglichkeiten!

Mein Tipp: Lokale Facebook Gruppen haben bei mir auch schon wunderbar funktioniert. Hier werden auch oft gebrauchte Gegenstände für die Wohnung oder andere nützliche Dinge angeboten.

4. Upcycling ist das neue Zauberwort

Wenn du denkst, deine aussortierten Sachen sind kaum noch etwas wert, dann versuch doch mal, ihnen zu einem neuen Leben zu verhelfen. Vielleicht wird aus deinem alten Jeanskleid noch ein super innovativer Bezug für ein Sofakissen?

Mein Tipp: Einzigartige Produkte kommen bei potenziellen Käufern und auch bei Schnäppchenjägern besonders gut an. Je individueller, desto besser.

5. Tauschen statt verkaufen

Jeder von uns hat Klamotten, von denen wir uns trennen wollen. Wieso sich nicht zusammenschließen und voneinander profitieren? Veranstalte doch einfach mal mit Freunden eine Tauschparty! Jeder bringt ein paar Teile mit und die Chance ist groß, etwas tolles Neues bei anderen zu finden und gleichzeitig selbst Kleidung loszuwerden.

Mein Tipp: Tauschparties funktionieren nicht nur mit Klamotten wunderbar, sondern auch mit anderen Sachen (Elektronik, Bücher, Küchenutensilien, Möbeln etc.)

6. Richtig entsorgen

Wenn gar nichts mehr hilft und deine aussortierten Sachen einfach bereit für die Müllentsorgung sind, dann achte darauf, deinen Müll auch richtig zu trennen.

Mein Tipp: Bei "Der Grüne Punkt" bekommst du wertvolle Informationen, welcher Müll in welche Tonne gehört und wo dieser am besten zu entsorgen ist.

Kleiderschrank - Mädchen wirft Kleidung in die Luft
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(