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Fußfetisch: "Kannst du mir Socken schicken?" Warum diese Sat.1-Moderatorin ihre Füße nicht mehr zeigen will

Wer Alina Merkau googelt, findet Ausschnitte aus dem Sat.1 Frühstücksfernsehen – und Großaufnahmen von ihren Füßen. Mit dieser Erfahrung ist die Moderatorin bei Instagram und Co. nicht allein.

Füße

Ob mit Pediküre oder ohne – Füße haben auf manche Menschen eine besondere Anziehungskraft (Symbolbild)

Unsplash

Sie sind platt oder gewölbt, lang oder kurz und tragen uns durchs Leben: Füße. Doch während sie für einige eben nur ein (wenn auch praktisches und notwendiges) Körperteil sind, haben Füße für manche Menschen eine besondere Anziehungskraft. Und während viele Frauen vielleicht gern die schönen Schuhe ihres Gegenübers bewundern, geht vor allem für manche Männer die Fußliebe noch ein bisschen weiter.

Diese Erfahrung hat auch Alina Merkau gemacht: Die 33-Jährige ist seit 2014 Moderatorin im Sat.1 Frühstücksfernsehen - und wird von Fußfetischisten belästigt. "Mittlerweile ist es wirklich so, dass wir Mädels vom Frühstücksfernsehen versuchen, dass die Füße nicht mehr in der Aufnahme gezeigt werden", sagte sie in einem Interview mit der Zeitung "Express". Bei Social Media bekomme sie regelmäßig Anfragen, ob sie nicht Fotos von ihren Füßen oder gar Socken verschicken wolle. Und auch ihren Kolleginnen gehe es nicht anders. Auf die Anfragen würde sie jedoch nicht eingehen, betont Merkau: "Ich kann reinen Gewissens sagen, dass ich das noch nie gemacht habe."

Füße bei Instagram

Und mit diesen Erfahrungen ist sie besonders in der Social-Media-Welt nicht allein. Instagram-Stars wie Bonnie Strange oder Sophia Thomalla posten immer mal wieder Kommentare meist männlicher User, die nach Fotos ihrer Füße fragen. Aber Podophilie, eine (sexuelle) Vorliebe für Füße, ist keine Erfindung des Internets: Füße galten schon im alten China als Schönheitsideal, im Frankreich des 17. Jahrhunderts mussten Frauen ihre Füße verhüllen, weil sie als erregend wahrgenommen wurden. Johann Wolfgang von Goethe soll Füße toll gefunden haben und auch Elvis Presley und Andy Warhol waren angeblich Fußliebhaber.

Doch die Anonymität des Internets macht es für Fußfans heute leichter, ihre Vorlieben auszuleben. Plattform wie "wikiFeet" bietet für Fans die Möglichkeit, Fotos zu teilen und widmet sich zudem Füßen von Prominenten auf dem roten Teppich. Bei ebay Kleinanzeigen bieten Menschen ihre getragenen Socken zu teilweise horrenden Preisen an und es gibt sogar eigene Plattformen wie "Panties Paradise", auf denen man getragene Wäsche und Socken kaufen kann.

Das sagt die Wissenschaft

Aber woher kommt die Vorliebe für nackte Füße, im Strumpf oder mit Schuh? Aus wissenschaftlicher Sicht liegen die Gehirnareal für Füße und Zehen und die für Genitalien direkt nebeneinander – so kann es im Gehirn zu Reizüberschneidungen kommen. Warum sich aber vor allem Männer zu Füßen hingezogen fühlen, ist damit noch nicht geklärt. Einige Verhaltensforscher vermuten auch hier eine evolutionären Zusammenhang: Kleine Frauenfüße könnten für eine grazile und gelungene Anpassung des Menschen an seine Umwelt und für eine furchtbare Partnerin stehen. Zum anderen kommt die Frage der Ästhetik hinzu.

Womit wir beim Thema "Footjob" wären – also das Liebesspiel mit Füßen. Laut einer aktuellen Studie der Pornowebside "Pornhub" gehört "footjob" zu den 140 meistgesuchten Begriffen der Website. Besonders junge User im Alter zwischen 18 bis 24 Jahren und vornehmlich Männer suchten nach Themen mit dem Begriff Fuß. Aus Sicht von Sex-Experten gilt (Fuß)-Fetischismus und die Vorliebe für bestimmte Körperteile oder Kleidungsstücke als eine Art der menschlichen Sexualität – problematisch wird es jedoch, wenn Personen sich krankhaft auf ein Körperteil fixieren und keine andere Körperpartien des Gegenübers attraktiv finden.

Einer der bekanntesten Fußfetischisten ist übrigens Hollywood-Regisseur Quentin Tarantino, der sich auch öffentlich zu seiner Vorliebe bekennt. So tauchen in fast all seinen Filmen Füße auf – im Film "From Dusk Till Dawn" liebkost Tarantino sogar die Zehen von Schauspielkollegin Salma Hayek.

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