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Meinung

Nach der letzten "normalen" WM: Warum jetzt der ideale Zeitpunkt ist, um mit dem Fußball Schluss zu machen

Die Fußball-WM 2018 in Russland ist Geschichte. Die Fans sind sich nicht ganz einig, ob es ein gutes oder ein langweiliges Turnier war. Wie dem auch sei: Sie haben es hoffentlich alle genossen. Denn in den nächsten Jahren wird es erst so richtig schlimm im Zirkus des Profifußballs.

Fußball

Bitte nicht stören: Fußballfan träumt von besseren Zeiten

Das war's jetzt also. Die WM ist vorbei, Frankreich ist Weltmeister. Nach vier Wochen Fußball verabschieden sich nicht nur die Spieler, sondern auch die Fans in die wohlverdiente Sommerpause. Zumindest für letztere Gruppe sollte sich allerdings zwingend die Frage stellen: Bin ich überhaupt noch dabei, wenn ich aus dem Urlaub zurückkomme? Tue ich mir die Nations League an? Juckt mich die Qualifikation für die nächste EM überhaupt? Habe ich noch Lust auf Profis, die sich aus Verträgen herausstreiken, für 200 Millionen den Verein wechseln und phrasenverseuchte Interviews geben, als wären sie unausgeschlafene Politiker?

Oder ist jetzt womöglich der ideale Zeitpunkt gekommen, um endgültig Schluss zu machen mit dem Fußball?

Wir reden hier natürlich nicht von der sogenannten "Basis", nicht vom Wochenende in der Kreisliga oder dem abendlichen Kick auf den Bolzplätzen der Republik. Nein, wir reden hier nur vom peinlich überhitzten Profifußball-Zirkus, von den Wettbewerben der internationalen Verbände - eben von jenem Geschäft, in dem es mitunter mafiös zugeht.

Der Fußball und die Farce der kommenden Jahre

Denn wir sollten uns nichts vormachen: Ob wir die WM in Russland nun langweilig, spannend oder egal fanden - es war das letzte "normale" Turnier dieser Art für lange Zeit. Vielleicht sogar für immer. Was in den kommenden Jahren im internationalen Spitzenfußball auf den russischen Sommer folgen wird, lässt sich mit dem Begriff "Farce" nämlich nur unzureichend beschreiben. 

Wer also schon längst davon genervt ist, wie Uefa oder Fifa ihr Produkt zu Tode melken, wem die moralische Verrottung des Geschäfts bereits so richtig auf den Geist geht, der sollte jetzt besser rennen, solange er noch kann. Denn ab sofort wird alles nur noch schlimmer.

Im September geht's los mit dieser seltsamen "Innovation" namens Uefa Nations League, die mit der scheinheiligen Absicht, die Zahl ungeliebter Freundschaftsspiele zu verringern, eingeführt wird und offenbar eine Ergänzung zur bestehenden Qualifikation für die EM darstellen soll - einer EM, die mit der aufgeblähten Teilnehmerzahl von 24 Teams schon 2016 in Frankreich zum langweiligsten Turnier aller Zeiten wurde.

In zwei Jahren werden nicht nur wieder ebenso viele Mannschaften mitkicken, sie werden dies auch quer verteilt über den ganzen Kontinent in zwölf verschiedenen Städten tun. Aber gehört es nicht eigentlich zur guten Tradition, dass ein oder maximal zwei benachbarte Länder den Rest des Feldes in ihrem Land empfangen? Entschuldigung, wie naiv von uns: Als ob Traditionen im Fußball noch eine Rolle spielen, sobald wirtschaftliche Erwägungen ins Spiel kommen.

Davon zeugt wie kein zweites Beispiel die Witz-WM in der Wüste. 2022 wird sie stattfinden, zum ersten Mal im Dezember, weil den Verantwortlichen erst nach der Vergabe aufgefallen war, dass es im Sommer viel zu heiß ist, um dort Fußball zu spielen. Immerhin: So bleibt den Sklaven auf den Baustellen ein halbes Jahr länger Zeit, um die Stadien fertigzustellen, die eigens für das Turnier gebaut werden müssen. Aber wenn sie Pech haben, sind auch ihre Baupläne in Kürze schon wieder überholt. Tatsächlich soll zurzeit in den obersten Etagen der Fifa nämlich heiß diskutiert werden, ob die für 2026 geplante Aufstockung des Teilnehmerfeldes auf 48 Mannschaften schon für Katar in Kraft treten soll. Warum auch vier Jahre warten, wenn schon vier Jahre vorher viel mehr Geld verdient werden kann?

Der Sommer 2018 als Wendepunkt?

Dem Fußball stehen so aberwitzige Veränderungen, so widerwärtige Reformen ins Haus, dass der Sommer 2018 irgendwann als großer Wendepunkt in der Geschichte dieses Sports gelten könnte. Als der Sommer, in dem die letzte "normale" WM stattfand. Das mögen - im wahrsten Sinne des Wortes - Luxusprobleme sein, über die gebeutelte Fans von, sagen wir mal, Rot-Weiß Essen oder Waldhof Mannheim ohnehin nur müde lächeln können. 

Es sind aber genau diese Fans, um die Verbände wie die Fifa oder die Uefa eigentlich kämpfen müssten: Fans, die lieben und leiden können, die aber auch Meinung und Haltung haben. Zumindest in meinem Freundes- und Bekanntenkreis haben sich viele von ihnen längst angewidert abgewendet vom internationalen Fußballzirkus. Und der Rest wird sich in diesem Sommer ganz genau überlegen, ob jetzt nicht der ideale Zeitpunkt gekommen ist, um ein für allemal Schluss zu machen.

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.