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Spanischer Nationalspieler: Fußballer Andrés Iniesta postet Blackfacing-Foto und löst Shitstorm aus

Nachdem Andrés Iniesta ein Bild mit schwarz geschminkten Männern auf Twitter gestellt hat, rastet das Netz quasi aus. Die Entschuldigung, die darauf folgt, klingt eher halbherzig.

Andrès Iniesta während einer Pressekonferenz

Mit seinem Tweet hat sich Fußballer Andrés Iniesta keine Freunde gemacht.

DPA

Jedes Jahr, am 6. Januar, wird in vielen Teilen der Welt den Heiligen Drei Königen gedacht. In Deutschland ist es beispielsweise Brauch, dass als Könige verkleidete Kinder und Jugendliche durch Dörfer und kleinere Städte laufen, singen und einen Segen an den Rahmen der Haustüren schreiben.

Auch beim spanischen Fußballstar Andrés Iniesta und dessen Familie waren die Heiligen Drei Könige zu Besuch. Ein schöner Anlass, um ein gemeinsames Foto für's Familienalbum zu knipsen. Das dachte sich auch Iniesta – und teilt das Ergebnis mit seinen Fans auf Twitter.

Iniesta sei geschmacklos und rassistisch

Ein Fehler, wie sich schnell herausstellen sollte. Das Problem: Zwei der Könige hatten ihre Gesichter schwarz angemalt. Für die Community ist das ein klarer Fall von Blackfacing. In rund 4000 Kommentaren, die sich mittlerweile unter dem Tweet gesammelt haben, werfen viele dem 34-Jährigen Geschmacklosigkeit oder Rassismus vor. Zum Vergleich: Sonst bekommt er zwischen 50 und 100 Reaktionen auf seine Tweets.

Blackfacing entstand Ende des 19. Jahrhunderts in den USA. In so genannten "Minstrel Shows" schminkten sich weiße Darsteller schwarz und stellten das Klischee des naiven, schwachsinnigen, aber immer lustigen Schwarzen dar.

Er habe "niemanden verletzten" wollen

Auch Andrés Iniesta hat wohl in der Zwischenzeit erkannt, dass er das Foto etwas unüberlegt ins Netz gestellt hat – und sich entschuldigt. In einem Statement, dass von seiner Agentur veröffentlicht wurde, steht, dass er mit dem Bild "niemanden verletzten" wollte. "Er möchte sich bei allen Menschen entschuldigen, die sich beleidigt fühlen können", heißt es weiter. Online ist das Bild aber trotzdem noch.

Quelle: TheLocal.es

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