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Alexandria Ocasio-Cortez: Der Shootingstar der US-Politik hat ein Problem, das jeder Millennial kennen dürfte

Die Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez legte eine steile Karriere hin und ist die jüngste Frau, die jemals in den US-Kongress gewählt wurde. Im normalen Leben plagen die Überfliegerin aber ganz alltägliche Sorgen, wie sie einer US-Zeitung verriet.

Wer dieser Tage von Alexandria Ocasio-Cortez schreibt, kommt um Superlative nicht herum: AOC - so die Abkürzung ihres Namens - wird als "Superstar" bezeichnet, als eine Hoffnungsträgerin in einer Zeit, in der der amtierende US-Präsident Negativ-Schlagzeilen am laufenden Band zu liefern scheint. Bei den Midterm-Wahlen in den USA legte Ocasio-Cortez diese Woche eine beeindruckende Leistung hin: Sie sicherte sich den Sitz im Repräsentantenhaus für New York mit knapp 100.000 Stimmen. Zum Vergleich: Für ihren republikanische Kontrahenten Anthony Pappas stimmten 20.000 Wähler. Damit ist Ocasio-Cortez die jüngste Frau, die jemals in den Kongress gewählt wurde. Schon wieder so ein Superlativ. 

Abgesehen vom Trubel um ihre Person, plagen die 29-Jährigen jedoch ganz alltägliche Sorgen, wie sie jüngst der "New York Times" verriet. Im Gespräch mit der Zeitung erklärte sie, dass sie Probleme habe, die Miete für ein Apartment in Washington DC zu bezahlen. Ihre Arbeit im Kongress beginnt offiziell im Januar 2019. Sie warte derzeit auf ihren ersten Gehaltsscheck und müsse bis dahin mit ihrem Ersparnissen auskommen. 

Warten auf den ersten Gehaltsscheck

"Auf mich warten drei Monate ohne Gehalt, bevor ich ein Mitglied des Kongresses werde", wird Ocasio-Cortez von der Zeitung zitiert. "Wie komme ich also an eine Wohnung? Diese kleinen Probleme sind sehr real."

Bevor sie ihre politische Laufbahn startete, arbeitete Alexandria Ocasio-Cortez in einer New Yorker Bar. Wie alle Kongress-Kandidaten musste AOC im Vorfeld der Kandidatur ihre Einnahmen offen legen. Aus ihrem "Financial Disclosure Report" geht hervor, dass die 29-Jährige zuletzt knapp 26.800 US-Dollar, umgerechnet etwa 23.600 Euro, im Jahr verdiente.

Washington DC zählt dagegen zu den teuersten Städten in den USA. Die Kosten für ein Ein-Zimmer-Appartement belaufen sich laut "Business Insider" auf rund 2160 US-Dollar im Monat, umgerechnet etwa 1900 Euro.

Im Netz erntet sie viele Sympathien für ihre offenen Worte. Auf Twitter schreibt ein User: "Alexandria Ocasio-Cortez kann die Miete für eine Wohnung in DC nicht bezahlen, das ist so typisch für Millenials, und ich kann das nachempfinden." Gleichzeitig zeige sich am Beispiel der 29-Jährigen, wie schwierig es für normale Menschen aus einfachen Verhältnissen sei, in der Politik Fuß zu fassen.

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ikr