Den letzten Anruf bei ihrer Familie tätigte Mohammadi der Anwältin zufolge am 14. Dezember. Über den Hungerstreik der 53-Jährigen sei die Familie durch einen kürzlich aus dem Gefängnis entlassenen Mithäftling informiert worden.
Mohammadi war im Dezember 2024 aus gesundheitlichen Gründen aus ihrer Haft im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis freigelassen worden - dies sei aber nur vorübergehend, wurde damals betont. Zudem durfte die Menschenrechtsaktivistin den Iran nach eigenen Angaben nicht mehr verlassen. Bei einer Trauerzeremonie für einen zuvor tot aufgefundenen Anwalt wurde Mohammadi laut ihrer Stiftung Anfang Dezember dann erneut festgenommen - gut zwei Wochen vor Beginn der jüngsten regierungskritischen Protestwelle im Iran. Bei ihrer Festnahme in der Stadt Maschhad wurde sie demnach gewaltsam von Sicherheitskräften und Polizisten abgeführt.
Mohammadi wurde 2023 für ihren Einsatz für Menschenrechte mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Den Preis nahmen damals stellvertretend für sie ihre beiden Kinder entgegen.