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Cascada für Deutschland beim Eurovision Song Contest

Die Disco-Pop-Formation Cascada wird Deutschland beim diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) vertreten.

Die Disco-Pop-Formation Cascada wird Deutschland beim diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) vertreten. Mit ihrem Song "Glorious" setzte sich die Band beim deutschen ESC-Vorentscheid in Hannover durch. Mit ihrer gut zweistündigen Live-Sendung zum Vorentscheid erreichte die ARD allerdings nur mäßige Einschaltquoten.

Als letzter der zwölf Teilnehmer war Cascada beim Vorentscheid in der Arena in Hannover angetreten. In schwarz-weißer Corsage und Minirock mit Tüllschweif bot Sängerin Natalie Horler ihr Disco-Pop-Lied dar. Der Auftritt verlief dabei nicht ohne Pannen: "Ich habe einen Texthänger gehabt und habe es aber überspielt", sagte die Sängerin später in der ARD.

Seit 2008 hatte die ARD erstmals den deutschen ESC-Teilnehmer wieder in einer einzigen Live-Sendung gesucht. 2009 hatte allein eine Jury den Teilnehmer bestimmt, die ESC-Vertreter der Jahre 2010 und 2012, Lena Meyer-Landrut und Roman Lob, waren jeweils in mehrwöchigen Casting-Sendungen ermittelt worden, ebenso das Teilnehmer-Lied, das Lena 2011 vortrug. Im kompakteren diesjährigen Vorentscheid, den Anke Engelke moderierte, stellten zwölf Bewerber für den europäischen Gesangswettbewerb jeweils ihr Lied vor.

Der Sieger wurde in einem dreiteiligen Verfahren ermittelt: Über die Webseiten der neun Popwellen der ARD-Radioanstalten hatten die Hörer eine Woche lang für ihren Favoriten abgestimmt. Am Donnerstag gab es zudem eine Telefonabstimmung. Außerdem bewertete eine fünfköpfige Jury die Auftritte. Je zu einem Drittel flossen die Abstimmungsergebnisse in das Endergebnis ein.

Cascada erhielt sowohl von den Internetnutzern wie auch von Publikum und Jury eine hohe Punktzahl: Bei der Internet-Abstimmung unter den Radio-Hörern gab es zehn von zwölf möglichen Punkten, die Jury gab ihnen acht Punkte und die Anrufer am Abend zwölf Punkte. "Vielen Dank Leute! Ich geh' kaputt!", rief Horler nach Bekanntgabe des Ergebnisses dem Publikum in der Halle entgegen.

International ist Cascada bereits bekannt. 30 Millionen Platten hat die Band weltweit bereits verkauft. In Großbritannien, Frankreich, Schweden und den Niederlanden hatte die Bonner Formation schon einen Nummer-Eins-Hit - in Deutschland bisher noch nicht. Beim ESC-Vorentscheid verwies sie die bayerische Formation LaBrassBanda sowie die Söhne Mannheims auf die Plätze zwei und drei.

Im Vorfeld des Vorentscheids hatte es jedoch Kritik an der Liedauswahl von Cascada gegeben, weil "Glorious" in Teilen zu stark an das Siegerlied des Vorjahres, "Euphoria" von der Schwedin Loreen, erinnere. Loreen selbst war auch zum deutschen Vorentscheid in die TUI-Arena nach Hannover gekommen. Sie präsentierte zwei Lieder, ebenso Mayer-Landrut, die letzte deutsche ESC-Gewinnerin.

Für die ARD war der Abend nur von mäßigem Erfolg gekrönt. Die Einschaltquote lag zwar über dem Vorentscheid-Finale von 2012, fiel jedoch mit 3,24 Millionen Zuschauern und einer Quote von 10,4 Prozent unter den üblichen ARD-Schnitt.

AFP AFP

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