Für die Sozialisten war es das bisher schlechteste Wahlergebnis in Andalusien. Dabei war die bevölkerungsreichste Region des Landes rund 40 Jahre lang eine Bastion der Linken. 2019 übernahm jedoch die konservative Volkspartei (PP) die Regierung in der südlichen Region, die wegen ihrer Strände und historischen Stätten bei Urlaubern sehr beliebt ist.
Die PP gewann dem Endergebnis zufolge 53 Mandate und verfehlte damit die absolute Mehrheit. Sie könnte sich für die Regierung auf die rechtsextreme Vox-Partei stützen, die 15 Sitze gewann.
Sollte es zu dieser Zusammenarbeit kommen, würde Andalusien dem Beispiel der Regionen Extremadura, Aragonien sowie Kastilien und León folgen, wo Vox nach den jüngsten Regionalwahlen entweder schon mitregiert oder in Verhandlungen über einen Koalitionsbeitritt steht. In Andalusien hatte die rechtsextreme Partei die PP bislang unterstützt, war jedoch nicht an der Regierung beteiligt.
Die PP hat auch eine Zusammenarbeit mit Vox auf nationaler Ebene nicht ausgeschlossen.