Donald Trump macht sich in seiner zweiten Amtszeit am Weißen Haus zu schaffen und gestaltet den Amtssitz des US-Präsidenten nach seinen Vorstellungen um. Sein neuester Plan: Er möchte einen Hubschrauberlandeplatz vor dem Weißen Haus bauen lassen. Darüber berichten das „Wall Street Journal“ und die „Washington Post“.
Seit Jahrzehnten produzieren US-Präsidenten ikonische Bilder, indem sie aus ihrem Helikopter auf den Rasen vor dem Weißen Haus steigen. Damit könnte bald Schluss sein, Trump möchte einen asphaltierten Landeplatz, ein sogenanntes Helipad, anlegen lassen. Damit will er laut den Medienberichten auch dem technischen Fortschritt Rechnung tragen.
Trump fliegt das Weiße Haus noch im alten Helikopter an
In naher Zukunft sollen nämlich die Präsidentenhubschrauber, genannt „Marine One“, ausgetauscht werden. Bisher war Trump in Hubschraubern vom Typ VH-3D Sea King unterwegs, künftig soll es das modernere und leistungsstärkere Modell VH-92A Patriot sein. Durch ihre stärkeren Abgase und Rotorwinde würden diese Hubschrauber aber beim Starten und Landen den perfekt gepflegten Rasen vor dem Weißen Haus verbrennen.
Um das zu verhindern, kommen weiterhin ältere Modelle zum Einsatz – obwohl die Umrüstung auf die neuen Maschinen schon seit Jahren hätte erfolgen sollen. Ein gepflastertes Helipad wäre wohl ein ästhetischer Rückschritt, würde aber das Problem langfristig lösen. Das Weiße Haus hat die geplanten Baumaßnahmen noch nicht bestätigt.
Landeplatz seit Jahren ein Thema
Anders als andere Bauprojekte Trumps am Weißen Haus – allen voran der geplante Ballsaal – trifft dieser Plan auch bei Fachleuten auf Zustimmung. „Das ist keine wilde Trump-Idee“, sagte ein ehemaliger Militärangehöriger der „Washington Post“. Die Maßnahmen würden schon seit Jahren diskutiert.
Bisher habe sich aber noch kein Präsident an die Umsetzung gemacht, aus Scheu, Veränderungen am Weißen Haus vorzunehmen. Dieses Problem hat Trump offensichtlich nicht. „Niemand wollte politisches Kapital und Zeit investieren, solange andere technische Lösungen nicht ausgeschlossen waren“, erklärte der Ex-Militär.