Seit Beginn der US-israelischen Angriffe gegen den Iran am 28. Februar haben die iranischen Streitkräfte die Straße von Hormus, durch die üblicherweise rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, weitgehend gesperrt. Auswirkungen hat dies insbesondere auch auf viele asiatische Länder.
Zuletzt hatte der Iran die Straße von Hormus nach Angaben der UN-Schifffahrtsorganisation (IMO) für "nicht-feindliche" Schiffe jedoch wieder geöffnet. Diese dürften "in Abstimmung mit den zuständigen Behörden" fortan wieder die Meerenge passieren, hieß es in einer am Dienstag von der IMO veröffentlichten Erklärung Teherans.
Die jüngsten Durchrfahrten erfolgten dabei offenbar über eine Route, die vom Iran genehmigt wurde und bei der die Insel Larak vor der Südküste des Landes passiert wird. Auf dieser von der Schifffahrtszeitschrift "Lloyd’s List" auch als "Teheraner Mautstelle" bezeichneten Route waren der Zeitschrift zufolge zuletzt mehr als 26 Schiffe unterwegs. Seit Mitte März sei hingegen kein einziges Schiff, dessen Aufenthaltsort sich mithilfe von Transponderdaten verfolgen lässt, außerhalb dieses Korridors in der Straße von Hormus unterwegs gewesen, berichtete "Lloyd’s List" am Mittwoch.