Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei seinem Besuch im Libanon die Einhaltung der Verpflichtungen aus dem Waffenruheabkommen zwischen der libanesischen Hisbollah-Miliz und Israel angemahnt. Deutschland wisse, wie schwer es für die libanesische Regierung sei, "für die Entwaffnung der Hisbollah zu sorgen", sagte Steinmeier am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun in Beirut. Dies sei aber die Voraussetzung dafür, dass sich die israelische Armee aus dem Südlibanon zurückziehe.
Zum Auftakt seines Libanon-Besuchs trifft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Montag in Beirut mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun zusammen. Nach einem Empfang mit militärischen Ehren und einer gemeinsamen Unterredung ist für den Mittag eine Pressebegegnung in der libanesischen Hauptstadt geplant. Am Nachmittag will sich Steinmeier mit Parlamentspräsident Nabih Berri treffen und anschließend mit Ministerpräsident Nawaf Salam treffen.
Mit einem Mandat der Vereinten Nationen ist die Fregatte "Nordrhein-Westfalen" auf dem Weg ins östliche Mittelmeer. Was erwartet die rund 180 Soldatinnen und Soldaten dort?
Beim Einsturz eines Wohngebäudes im Libanon sind mehr als ein Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Bis Montagabend wurden nach Angaben des Zivilschutzes 14 Todesopfer aus den Trümmern des Hauses in Tripoli geborgen. Die Such- und Rettungsarbeiten wurden demnach vorerst eingestellt. Die Bewohner in der von großer Armut geprägten zweitgrößten Stadt des Libanon beklagen bereits seit Jahren die Vernachlässigung durch die Behörden.
Viele Häuser im Libanon müssten dringend saniert werden. Doch auch wegen der schweren Wirtschaftskrise werden die Arbeiten verschleppt - und das Risiko einstürzender Gebäude steigt.