Merz wirft Russland systematische Angriffe auf Energieversorgung der Ukraine vor

Merz und der rumänische Ministerpräsident Bolojan
Merz und der rumänische Ministerpräsident Bolojan
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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Russland systematische Angriffe auf die Energie-Infrastruktur der Ukraine vorgeworfen. "Wir helfen unseren ukrainischen Freunden durch diese bitteren Wintertage, in denen Russland systematisch die Energieversorgung der Ukraine angreift", sagte Merz am Mittwoch nach einem Treffen mit dem rumänischen Ministerpräsidenten Ilie Bolojan in Berlin.

Mit den fortgesetzten Angriffen stürze Russland die Ukraine "in eine humanitäre Energiekrise". Daher habe die Bundesregierung ihre Unterstützung für die ukrainische Energieversorgung und die Luftabwehr noch einmal verstärkt. So seien zum Jahreswechsel zusätzliche 160 Millionen Euro in den Ukraine Energy Support Fund eingezahlt worden, womit dringend benötigte Technologien für die Wärmeversorgung beschafft werden könnten. Auch würden Blockheizkraftwerke und modulare Kesselanlagen etwa für Kitas, Gesundheitszentren und Schulen geliefert.

Die Ukraine werde "vollkommen rücksichtslos durch Russland attackiert". Der Kanzler begrüßte, dass die in Abu Dhabi begonnenen Gespräche zwischen Ukrainern und Russen fortgesetzt werden. "Wir wollen, dass Russland am Verhandlungstisch bleibt und dort auch bereit ist, diesen Angriffskrieg im Wege eines verhandelten Friedens zu beenden", sagte Merz.

Durch die Angriffe waren im Januar zehntausende Haushalte immer wieder von der Stromversorgung abgeschnitten. In der Hauptstadt Kiew waren nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj zu Beginn der Woche mehr als 900 Gebäude noch immer ohne Fernwärme. 

AFP