Nach Informationen des "Spiegel" handelt es sich bei dem Ausgewiesenen um den Führungsoffizier der mutmaßlichen Spionin, den stellvertretenden Militärattaché der Botschaft. Die Frau soll ihre gesammelten Informationen zum Ukraine-Krieg an ihren Kontaktmann in der russischen Botschaft weitergegeben haben.
"Spionage in Deutschland toleriert die Bundesregierung nicht - erst recht nicht unter dem Deckmantel des Diplomatenstatus", teilte das Auswärtige Amt mit. Daher sei der Botschafter einbestellt und über die Ausweisung informiert worden.
Ilona W. wird nach Angaben der Bundesanwaltschaft vorgeworfen, für einen Geheimdienst einer fremden Macht tätig gewesen zu sein. Sie sollte dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs zur Entscheidung über die Untersuchungshaft vorgeführt werden.
W. soll spätestens seit November 2023 geheimdienstliche Kontakte in die russische Botschaft in Berlin unterhalten haben. Zwei frühere Mitarbeiter der Bundeswehr stehen im Verdacht, ihr dienstliche Informationen gegeben zu haben.