Trump fordert muslimische Länder zu Abkommen mit Israel auf

Trump am 22. Mai in Morristown, New Jersey
Trump am 22. Mai in Morristown, New Jersey
© AFP

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US-Präsident Donald Trump hat mehrere Länder der muslimischen Welt aufgerufen, im Zuge einer möglichen Friedensvereinbarung mit dem Iran den sogenannten Abraham-Abkommen über eine Normalisierung der Beziehungen mit Israel beizutreten. In einem langen Beitrag in seinem Onlinenetzwerk Truth Social listete Trump am Montag die Länder auf, mit deren Führung er am Samstag über Möglichkeiten zur Beendigung des Iran-Kriegs gesprochen habe. Er nannte Ägypten, Jordanien, Katar Pakistan, Saudi-Arabien und die Türkei.

Für diese Länder sollte es "verpflichtend" sein, gleichzeitig mit einer Vereinbarung zur Beendigung des Iran-Kriegs die Abraham-Abkommen zu unterzeichnen, schrieb der US-Präsident. "Es wäre möglich, dass ein oder zwei (der Länder) einen Grund haben, nicht mitzumachen, und das würde auch akzeptiert werden, aber die meisten sollten dazu bereit und willens sein und so diese Vereinbarung mit dem Iran zu einem weit historischeren Ereignis zu machen, als es sonst sein würde", erklärte Trump

Saudi-Arabien und Katar sollten sofort unterschreiben und alle anderen folgen, forderte er. "Wenn sie es nicht tun, sollten sie nicht Teil dieses Deals (mit dem Iran) sein, weil es schlechte Absichten zeigt."

Trump deutete sogar an, dass selbst der Iran - Israels Erzfeind - das Abkommen unterzeichnen sollte. "Wenn der Iran ein Abkommen mit mir, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, unterzeichnet, wäre es eine Ehre, wenn auch er Teil dieser beispiellosen Weltkoalition wäre", schrieb der US-Präsident.

Seine Forderung nach Einbeziehung der Abraham-Abkommen sorgte für neue Unsicherheit in den Bemühungen um ein Ende des Iran-Krieges. Zuletzt hatten sowohl der Iran als auch die USA die Hoffnungen auf eine rasche Einigung gedämpft. Aus Teheran hieß es, eine Unterzeichnung stehe noch nicht kurz bevor. Trump schloss eine "übereilte" Vereinbarung mit Teheran aus. 

Am Montag hielt sich eine hochrangige iranische Delegation in Katar auf, um über ein Abkommen mit den USA sowie über die Freigabe eingefrorener Gelder zu sprechen, wie die Nachrichtenagentur AFP aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen erfuhr.

Mit den Abraham-Abkommen hatte Trump während seiner ersten Amtszeit eine historische Annäherung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Marokko und dem Sudan vermittelt. Im vergangenen Jahr kündigte auch die ehemalige Sowjetrepublik Kasachstan an, dem Abkommen beizutreten. Kasachstan unterhält indes schon seit 1992 diplomatische Beziehungen zu Israel.

Saudi-Arabien und Katar haben erklärt, ihre Beziehungen zu Israel erst dann normalisieren zu wollen, wenn ein unabhängiger palästinensischer Staat geschaffen wird.

AFP