Überschwemmungen in Mosambik: EU stellt weitere zwei Millionen Euro für Hilfe bereit

Menschen auf einer überschwemmten Straße nahe Maputo
Menschen auf einer überschwemmten Straße nahe Maputo
© AFP
Angesichts der schweren Überschwemmungen in Mosambik hat die EU dem südostafrikanischen Land zusätzliche Hilfe zugesagt. Die EU-Kommission werde "zusätzlich zu den bereits geleisteten Hilfsmaßnahmen" weitere zwei Millionen Euro zur Unterstützung vor Ort bereitstellen, erklärte die EU-Kommissarin für Krisenmanagement, Hadja Lahbib, am Montag im Onlinedienst X. Die "katastrophalen" Überschwemmungen hätten zu einer "humanitären Notlage" in Mosambik geführt. 

Mosambik wird ebenso wie Südafrika seit Wochen von heftigen Regenfällen und Stürmen heimgesucht. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) sind seit Anfang Oktober 140 Menschen bei Überschwemmungen in Mosambik ums Leben gekommen. Rund 400.000 mussten fliehen. Viele Menschen in den am schlimmsten betroffenen Gegenden sind wegen fortgeschwemmter Brücken und Straßen von der Außenwelt abgeschnitten. Für Montag waren weitere Regenfälle vorausgesagt. 

Das UNHCR warnte vergangene Woche, dass die rund 100 Notunterkünfte im Land mit geschätzten 100.000 Menschen überfüllt seien. Frauen und Mädchen seien einem erhöhten Risiko sexuellen Missbrauchs ausgesetzt.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) erklärte, es benötige 32 Millionen Dollar (rund 27 Millionen Euro) für die nächsten drei Monate, um mehr als 450.000 Menschen in Mosambik versorgen zu können.

AFP