Russland hatte zuletzt verstärkt das ukrainische Energienetz bombardiert, die örtlichen Behörden arbeiten fieberhaft daran, die Wärme- und Stromversorgung wiederherzustellen. Durch die Attacken waren im Januar zehntausende Haushalte immer wieder von der Stromversorgung abgeschnitten. In der Hauptstadt Kiew waren nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj zu Beginn der Woche mehr als 900 Gebäude noch immer ohne Fernwärme.
"Bereits jetzt sind in den Großstädten Millionen Menschen ohne Strom, Heizung und Warmwasser", erklärte Help-Landesdirektor Oleksandr Nowykow am Donnerstag. Durch einen erwarteten russischen Großangriff auf die noch verbleibende Energie-Infrastruktur könnte sich die humanitäre Situation ihm zufolge weiter verschärfen. Besonders betroffen sind demnach Großstädte wie die Hauptstadt Kiew, wo Help Winterhilfe in Form von Heizmaterialien, Notstromlösungen und warmen Mahlzeiten leistet.
Besonders für ältere Menschen, Kinder und Kranke würden Extremtemperaturen "zu einer lebensgefährlichen Bedrohung". Viele Menschen haben der Organisation zufolge aktuell keine Möglichkeit, ihre Wohnungen zu heizen. "Durch die Stromausfälle sind ältere oder kranke Menschen, die in hohen Stockwerken wohnen und auf den Aufzug angewiesen sind, beinahe vollständig von der Außenwelt und weiterer Versorgung abgeschnitten."