Vereiste Oberleitungen: Straßenbahnverkehr in Berlin weiter stark eingeschränkt

Vereiste Oberleitungen: Straßenbahnverkehr in Berlin weiter stark eingeschränkt
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Der Straßenbahnverkehr in Berlin bleibt den zweiten Tag in Folge wegen vereister Oberleitungen stark eingeschränkt. Lediglich ein Streckenabschnitt konnte am Dienstag wieder in Betrieb genommen werden, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit. 

Laut BVG handelt es sich um die Strecke zwischen dem Betriebsbahnhof in Lichtenberg und dem Hackeschen Markt im Bezirk Mitte. Parallel werde an der Wiederaufnahme weiterer Streckenabschnitte gearbeitet, hieß es. Es müsse aber weiterhin mit starken Einschränkungen im Tramverkehr gerechnet werden. 

Die Oberleitungen und teils auch Gleise der Straßenbahnen in der Hauptstadt waren in der Nacht zu Montag innerhalb kürzester Zeit und flächendeckend eingefroren - eine Situation, die laut BVG seit Jahrzehnten nicht mehr auftrat. Da sich die Temperaturen in Berlin weiterhin um den Gefrierpunkt bewegen, bildet sich immer wieder neues Eis. Die Oberleitungen müssen manuell mit Hilfe eines sogenannten Turmwagens enteist werden. 

Auch bei der U-Bahn sorgte das Wetter für Einschränkungen, zumindest bei den oberirdischen Linien. Nachdem es am Dienstagmorgen von der BVG zunächst hieß, alle Linien würden wieder befahren, kam es erneut zu Problemen auf einer Strecke. Diese hingen laut BVG offenbar erneut mit der Witterung zusammen. 

Das Verkehrsunternehmen räumte auch Probleme bei den Anzeigentafeln an den Haltestellen und in der BVG-App ein. Die Fahrgastinformationen seien derzeit bundesweit beeinträchtigt. Die IT-Systeme des externen Dienstleisters kämen angesichts der Wetterlage an ihre Leistungsgrenzen, weil es außergewöhnlich viele Meldungen gebe. Die BVG bitte für die "aktuelle Extremsituation" um Verständnis und entschuldige sich. 

Eine Entspannung der Lage war für die Hauptstadt vorerst nicht zu erwarten. Laut Deutschem Wetterdienst war auch für die kommenden Tage mit Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt, Schneegriesel und gefrierendem Sprühregen zu rechnen. 

wik/ran

AFP