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Familienleben: Debatte: Wirklich mies oder miesgemacht?

Wieviel lässt sich ändern durch eine Generalanklage der Zustände rund ums Familienthema? Auf der re:publica gab es dazu gestern einen sogenannten "Rant".

Auf der derzeit laufenden re:publica werden aktuelle Gesellschaftsdebatten unter dem Gesichtspunkt der Netzkultur beleuchtet. Gestern nutzten dabei die re:publica-Veranstalter, Blogger und Autoren Johnny und Tanja Häusler ihren Auftritt für eine spontane Universalanklage in Sachen Kindeswohl.

Mit deutlichen Worten prangerten sie das Schulsystem, die Familienpolitik und den gesellschaftlichen Umgang mit Kindern und Eltern an. Vom Still sitzen zum Sitzenbleiben, vom Weggeben, Ruhigstellen und Abspeisen der Kinder war da viel die Rede, und diese Beschuldigungen gingen an die Eltern genauso wie an Lehrer. Für ihren in Versmaß vorgetragenen Wutausbruch auf der Bühne der re:publica bekamen die beiden Eltern viel Applaus und ernteten auch auf ihrer Seite spreeblick Zuspruch. Aber es gab auch Kritik – zu allgemein und undifferenziert wären diese Vorwürfe und zu vage die Adresse, an die sie eigentlich gerichtet sind. Denn der erzielte „Genau so ist es!“ – Effekt ist zwar schön, aber er ändert nichts. Und sind die Zustände rund um die Familie in unserem Land wirklich so verfahren, dass sie eine Generalanklage rechtfertigen? Werden wir wirklich ein Land, in dem die Rentner die größte Lobby haben und auf die Sorgen der Familien und Kinder mangelhaft eingegangen wird? Was halten Sie von dem Vortrag auf der re:publica?

P.S. Die Häuslers sind nicht die Ersten. Die Nido-Redaktion hat in der Aprilausgabe ein Manifest für Eltern und Kinder mit 15 konkreten Forderungen verfasst!