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Noch Fragen?

Frage Nummer 49550 anfr85

Aus welchen Gründen gibt es eigentlich eine Hundesteuer? Welche Kosten verursachen Hunde, die andere Tiere nicht machen?

Antworten (11)
bh_roth
Seit wann müssen Steuern einen Grund haben? Und seit wann muss etwas Kosten verursachen, um besteuert werden zu dürfen?
rayer
Die Antwort steht hier oder hier.
bh_roth
@rayer: Guter Beitrag. Daraus ein Zitat: "Der Hundehalter hat mehr an Geld, als er zum Leben braucht. Da er dieses „mehr an Geld“ für die Hundehaltung verwendet, muss dieser die Hundesteuer entrichten..
Das sieht man an dem Heer von Bettlern und Bahnhofspennern, die sich Hunde halten.
Nein! ernsthaft! Gute Quelle, und ich weiß auch, warum obiger Personenkreis Hunde hat.
bh_roth
Ein sehr viel sichereres Zeichen dafür, dass man mehr Geld zur Verfügung hat, als man zum Leben braucht, ist der Besitz eines oder mehrerer Reitpferde, zumindest in Deutschland. Und diese Tiere werden nicht besteuert (oder ist das mittlerweile in Deutschland so? kleinlaut frage).
Hierin sieht man, wie schwachsinnig die Argumentation für die Notwendigkeit der Hundesteuer ist.
Und warum man sich nicht an die Pferdebesitzer wagt, kann man nur vermuten.
Deho
Auch der Besitz eines Autos ist ein Indiz dafür, dass der Halter mehr besitzt als er zum Leben braucht. Deswegen wird er "abgeschöpft" (Beamtenjargon). Die bisherigen Zahlungen der Kfz-Besitzer verschwinden zum größten Teil im allgemeinen Haushalt, weil Steuern nicht zweckgebunden sind. Aber auch die angeblich zweckgebundene LKW-Maut verschwindet im allgemeinen Haushalt, und zukünftig geplante PKW- und City-Mauts werden auch im allgemeinen Haushalt verschwinden, ohne dass irgendeine Straße ausgebessert ist (ist übertrieben, trifft aber den Trend). Dann wird sich erneut die Frage stellen, wie denn endlich die Autofahrer zur Finanzierung der Verkehrswege herangezogen werden können. Bei der Hundesteuer ist das nicht anders, mit Hunden hat die nichts zu tun.
Musca
Ein schönes Beispiel hat gerade "meine" Stadt geliefert, die Stadtreinigungsgebühren wurden drastisch erhöht, trotzdem kann man in einigen Vierteln nur im Slalom über den Bürgersteig, um der Hundekacke auszuweichen.Eine zweckgebundene Steuer kann ich da nicht erkennen, gleichwohl sollte es jedem Hundebesitzer zumutbar sein, die Hinterlassenschaften seines Hundes auf dem Gehweg zu beseitigen.Daß Pferde, Flugzeugtreibstoff oder dicke SUV´s(Liste lässt sich beliebig fortsetzen) auf sonderbare Weise steuerlich gesondert behandelt werden, hmm, das ist eine andere Geschichte.
UwKung56
Vor allem Stadthunde machen wirklich viel Dreck. Sehr viele Hundehalter entfernen die Tretminen nicht und überlassen es lieber der Stadtreinigung. Ein Pferd zum Beispiel, worüber auch immer wieder gerne diskutiert wird, läuft höchstens einmal vor der Hochzeitskutsche in der Stadt herum und kann da seine Äpfel verlieren. Warum allerdings Hunde bestimmter Rassen eine höhere Steuer auferlegt bekommen, ist relativ unschlüssig.
bh_roth
@Musca: Sieh es mal so: das sind noch stille Steuer-Reserven, wenn es mal eng wird.
hphersel
Die Hundesteuer ist zunächst einfach eine LOKALE Steuer, die jede Gemeinde frei gestalten kann. Und welche Gemeinde verzichtet freiwillig auf Steuern, deren Erhebnung ja nicht einmal bvegründet werden muss? Sterun sind ja nicht zweckgebunden, sondern gehen im allgemeinen Haushalt unter. In einer Hundesteuersazung habe ich mal ganz explizit gelesen: "Der Zweck der Hudnestuer ist der, die Anzahl der Hunde im Stadtgebeit zu reduzieren". Will heißen; Wir erhöhen die Steuern so lange, bis keiner mehr einen Hund haben will, weil es zu teuer wird.
Bloß haben die Leute in der Stadt nicht zu Ende gedacht: wenn keiner mehr einen Jund hat, fallen plötzlich die Einnahmen aus der Hundesteuer komplett weg...

PS: Mit der Sektsteuer, die wir noch heute bezahlten, wollte Kaiser Wilhelm seine Flotte finanzieren. Die liegt aber seit fast hundert Jahren in Scapa Flow auf Grund...
Samuel Hofmann
Die Hundesteuer ist sehr alt und war ursprünglich eine Luxussteuer. Der Staat wollte damit die übermäßige Anschaffung von Hunden verhindern, da diese Nahrungsmittel verbrauchen, die besser von Menschen genutzt werden könnten. Die Hundesteuer ist also ein Relikt aus alten Zeiten und dient nicht dazu, die Entfernung der Hundekacke zu bezahlen.
Little Christopher
Die grundsätzliche Idee der Hundesteuer kommt ursprünglich aus England, wo sie als "Luxussteuer" ab dem neunzehnten Jahrhundert Standard war. Für sog. "Listenhunde", umgangssprachlich auch "Kampfhunde" genannt, sind höhere Steuern zu zahlen. Sie sollen Menschen ohne Kenntnisse von der Haltung bestimmter Rassen abhalten. Vorrangig wird die Hundesteuer also auch dazu genutzt, um die Verantwortung seinem Tier gegenüber zu zeigen. Des Weiteren wollen die Kommunen damit den Hundebestand beschränken und fortschreitende Straßenbeschmutzung durch Körperausscheidungen eindämmen.