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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000028023 Gast

Deutsche Seele - Ist die die "German Angst" berechtigt und klug?

machen sich die Deutschen angesichts von Terror und Flüchtlingen zu große Sorgen um die Zukunft?
Furcht und Zittern – ist das wirklich die Stimmung, mit der eine Mehrheit der Deutschen ins neue Jahr geht?
blicken rund 55 Prozent unserer Landsleute "angstvoll" in die Zukunft?
machen wir aus Angst vieles richtig?
hat das was mit Hasenfüßigkeit zu tun?
große Zweifel hätte die deutsche Mehrheit an einer positiven Zukunft?
Antworten (11)
Dorfdepp
Es gibt keine "German Angst", die wird nur gerne in Umfragen herbeigeredet, wenn es das politische Klima wieder einmal erfordert.
Gast
Dorfdepp, du meinst, so wie die Presse die Kanzlerin vor dem Parteitag am Abgrund sahen und dann von der Reaktion der Delegierten so was von überrascht waren?
rayer
Ich finde den Begriff falsch. Wenn die Bevölkerung sich Sorgen macht, ist das noch lange keine Angst. Man darf nur in seiner Sorge nicht zu unüberlegten Reaktionen neigen. Siehe Frankreich, die haben ja bei der letzten Wahl bedingt durch die Anschläge erst mal überreagiert, die Vernunft war jedoch schnell zurück. Genauso sehe ich das bei uns.
Amos
Spätestens bei 20 Millionen Flüchtlingen wird sich das geben. Dann heißt Dein Edeka Üdükü. Also nicht verzagen. Merkel fragen.
Musca
Mein Vater war unter den ersten Gastarbeiter in den frühen 50-er in Deutschland. Schon da gab es große Vorbehalte und Ängste, dass die Ausländer den Deutschen die Job´s wegnehmen. Tatsächlich waren sie in großem Maß am "Wirtschaftswunder" beteiligt, und integrierten sich sehr schnell. Angesichts des derzeitigen Facharbeitermangels und der rückläufigen Bevölkerungszahl sehe ich den Zulauf von Flüchtlingen zumindest langfristig sehr gelassen. Es wird ein paar Jahre dauern, diese Menschen zu integrieren und auszubilden, danach werden wir profitieren. Voraussetzung dafür sind gute und schnelle Konzepte.
Jahrelange Kasernierung unter unmöglichen Bedingungen, ohne Beschäftigungs- oder Ausbildungsmöglichkeit trägt sicher nicht zum sozialen Frieden bei.
Wenn sich dann auch noch die Mächtigen dieser Welt zu einem Frieden in diesen Krisenregionen entscheiden könnten, würde ein großer Teil der Flüchtlinge liebend gerne wieder in ihre Heimat zurückkehren. Solange aber die Türkei Erdöl bei dem IS bezieht, Nato, Russen, Kurden , Amerikaner und Türken völlig verschiedene Interessen auf Kosten der Flüchtlinge verfolgen, wird sich an der Problematik nichts ändern.
Gast
Danke Musca,
gute Worte zur rechten Zeit!
Damals in den 60er Jahren, wie die ersten Türken und italienischen Gastarbeiter zu uns kamen, wollte doch kein Deutscher zur Müllabfuhr oder als Kanalarbeiter sein Geld verdienen, den Gastarbeitern haben wir es auch zu verdanken, dass es mit der Wirtschaft vorwärts ging.
Keiner dachte zu dieser Zeit etwas ähnliches wie "Ausländer die uns die Arbeitsplätze wegnehmen"
Integrationsprobleme hat es immer gegeben und wird es immer geben, es liegt nur am jeweiligen Gastgeberland wie damit umgegangen wird.
ing793
@Uliulrich: doch, die Ängste gab es damals schon.
Es galt die Devise, keiner der Ankömmlinge solle in der Lage sein, einem deutschen Facharbeiter den Job wegzunehmen.
Darum hat man ja in den hintersten Winkeln Anatoliens gesucht und möglichst ungebildete Gastarbeiter nach D geholt, die hier die Schmutzarbeit erledigen sollten.
Die Folgen der mangelnden Bildung sehen wir auch heute in der dritten oder vierten Generation noch ...
ing793
woimmer, wannimmer, wasauchimmer in D geändert werden soll: sofort gibt es eine Bürgerinitiative dagegen.
Eine neue Straße? doch nicht hier
Stromtrassen? was ist mit Elektrosmog
Flüchtlinge? die werden uns islamisieren
Stuttgart 21? es will doch eh' niemand nach Ulm, warum also schneller?
Ich weiß nicht, ob "Angst" der richtige Ausdruck dafür ist. Den Deutschen geht es richtig gut und sie möchten in einer zunehmend sich verändernden Welt ihren Status Quo behalten. Jede Änderung wird zunächst als Bedrohung wahrgenommen, insbesondere von den Stammtischen (denn da sitzen ja die ganz etablierten).
Musca
@Ing : oh yeah, wie gut ich Dich verstehe. Vor einigen Jahren wurde am Ortsrand meiner Gemeinde ein Solarpark gebaut, abgetrennt von der Ortsbebauung durch einen Lärmwall, dazwischen liegt eine stark befahrene Straße
. Ein Aufschrei des Entsetzen ging los, falls man sich sich auf den Schornstein des Hauses gestellte hätte, würde man tatsächlich den Solarpark erblicken, dass sind natürlich unerträgliche Zustände...............
Gast
@ing793: vermutlich tritt immer wieder zu den mitunter unpassensten Gelegenheiten ein hauptsächlich Deutsches Problem auf: Die Angst vor Veränderungen, Angst davor diese neuen Dinge nicht mehr verstehen zu können.
Und möglicherweise die Angst etwas gewonnenes wieder aufgeben zu müssen.
Nicht jeder Bildungsgrad ist hier gleich anfällig für diese Art Angst und Sorge, tauchen doch in letzter Zeit sehr stark die östlichen Gebiete unserer Republik gerade in diesem Bezug auf.
Um es auch mal derb/ profan auszudrücken, es gab/ gibt immer einen Empfänger von Leitsignalen, gleich wie auch immer geartet, ob negativ, oder positiv, und es muss der Gegenpol dazu existent sein, der die Signale gibt.
M.e. ist es nicht möglich, die negativen Aspekte zu ganz zu eleminieren, siehe Süd und Nordpol, Gut und Böse, ja sogar heilige Schriften mit inbegriffen- es müssen immer zwei Seiten sein.
Alleinig die Handhabung darüber betrachte ich als entscheidend für jeglichen weiteren Verlauf.
Wann wird uns die Geschichte endlich einmal das lehren, was wir wissen müssen um unter uns ein reibungsloseres Auskommen zu schaffen?
bh_roth
Die Angst vor Veränderungen, Angst davor, diese neuen Dinge nicht mehr verstehen zu können, ist kein deutsches, sondern ein menschliches Problem, und zieht sich durch alle Völker und alle Bevölkerungsschichten. Selbst der von mir oft zitierte Bahnhofspenner hat Angst vor Veränderungen, wenn zum Beispiel sein Schlafplatz unter der Brücke wegfallen soll, weil diese zu Baustelle wird.
Ich habe vor nichts Angst, weder vor Veränderungen, noch davor, neue Dinge nicht mehr zu verstehen. Ersteres hatte ich mal, weil immer mehr Standorte geschlossen wurden, und man dort aber schon sein Häuschen hatte und die Frau ihre Arbeitsstelle, die Kinder zur Schule gingen.
Heute habe ich nur noch Angst davor, dass der Himmel aufgeht, und alles zuscheisst.