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StechusKaktus

Wie erfolgreich ist die CO2-Steuer in der Schweiz?

Derzeit hört man von CO-2-Steuer-Befürwortren, dass das in der Schweiz doch so gut funktioniere. Ich habe recherchiert: Auf Flugbenzin wurde keine Abgabe durchgesetzt, der Benzinpreis wurde mit 8 Rappen (ca. 7 Eurocent) je Liter belastet.
Zum Ausgleich erhält jeder Schweizer eine Rückvergütung über die Krankenkasse von ca. 90 Franken. Pro Jahr! Also 7,5 Franken pro Monat.

Mit Verlaub: Steuerungswirkung = Null. Oder nicht?
Frage Nummer 3000123655

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Antworten (4)
StechusKaktus
Es ging mir darum, dass in den Diskussionen rund um die CO2-Steuer die Schweiz stets als Vorbild genannt wird, wie gut eine solche Steuer funktionieren kann.
In der Schweiz ist aber eine CO2-Steuer mit Lenkungswirkung grandios gescheitert, denn am Ende lief es auf einen so faulen Kompromiss heraus, dass eben gerade keine Lenkungswirkung eintrat. Bei einem Benzinpreis von 160 Rappen machen 8 Rappen gerade einmal 5% aus. Und die 750 Rappen Rückerstattung /Monat merkt dort auch keiner.

Damit sage ich nicht, dass eine CO2-Steuer grundsätzlich unsinnig ist. Die Schweiz als Beispiel zu nennen bedeutet aber ein Beispiel GEGEN die CO2-Steuer.
Musca
Ich habe mir im Laufe meines Lebens angewöhnt, nicht die schlechten, sondern die guten Beispiele als Vorbild zu nehmen. Die Schweiz hat in der Tat keine guten Resultate erzielt. Vielleicht hat die Verkopplung mit dem Krankensystem nicht so richtig funktioniert.
Dann schauen wir doch mal Richtung Norden, z.b. Schweden.
Die haben eine CO²-Abgabe seit 1991 !!!!!
Der Ausstoß an Klimagasen ist dort bis 2013 um 14% gesunken, gleichzeitig stieg der BIP um 60%.
Das sind ordentliche Werte.( Quelle : Die Zeit ).
Aber nein, es steht die Angst vor Wählerverlusten, niemanden wehtun, aber trotzdem langsam aber sicher untergehen.
Cheru
Umweltbundesamt:

"Emissionsentwicklung 1990 bis 2017
In Deutschland konnten die Treibhausgas-Emissionen seit 1990 deutlich vermindert werden. Die in Kohlendioxid (CO2)-Äquivalente umgerechneten Gesamt-Emissionen (ohne Kohlendioxid-Emissionen aus Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft) sanken bis 2017 um rund 344 Millionen Tonnen (Mio. t) oder 27,5 %."
Skorti
Jetzt stellen sich noch die Fragen:

Wie viel Anteil haben die Bereiche Kohlendioxid-Emissionen aus Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft hat an der Gesamtbelastung?

Ist der Anteil der Bereiche so groß, dass die Senkung prozentual viel kleiner ausgefallen wäre, wenn die Bereiche nicht rausgerechnet worden wären?

Ist in den Bereichen der Ausstoß ggf. noch gestiegen?

Rechnen die anderen Länder den Anteil auch heraus?