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Noch Fragen?

Frage Nummer 84147 rrankewicz

Wird Wulffs Freispruch zu Selbstkritik der Medien und der Gesellschaft hinsichtlich Vorverurteilung, Hetzjagd etc. Führen?

Antworten (7)
Amos
Nicht die Tatsachen als solche führten zu Kritik an seiner Person, sondern die Art und Weise, wie er in Salamitaktik und ohne jegliche Selbstzweifel Dinge an die Öffentlichkeit brachte bzw. zu verschleiern suchte: das brach ihm das Genick!
elfigy
Ich sehe das wie Amos. Und ausserdem geht es m.E. nicht nur um nachweisbare Korruption, sondern auch um die vielen anderen Ereignisse und Handlungen, die alle ein "Gschmäckle" haben wie der Schwabe so trefflich sagt. Das machte ihn insgesamt für das Amt unwürdig.
Musca
man hat diesen Mann öffentlich demontiert, ohne Zweifel, einen großen Teil hat er sich selbst zuzuschreiben, siehe Amos Antwort. Die Pressefreiheit, mit all ihren Vor- und Nachteilen ist ein wichtiger Bestandteil unsrer Demokratie.Persönlich sehe ich die damalige Kritik an Wulff nach wie vor berechtigt, nur irgendwann sollte man es gut sein lassen. Ein Mammutprozess wegen ein paar hundert Euro ist einfach nicht verhältnismässig
ing793
dass Wulff mit seinem Verhalten als Ministerpräsident und später nach den Enthüllungen seine Selbstdemontage in guten Teilen selbst betrieben hat, steht ausser Zweifel.
Aber diese Hexenjagd, die damals einige Zeitungen (besonders die mit den großen Buchstaben) betrieben haben, hat mich angeekelt. Wäre er über Wasser gegangen, hätten sie geschrieben "er kann nicht schwimmen". Was für ein Pipifax da als Skandal des Tages breitgetreten wurde, war kein Ruhmesblatt für die vierte Macht im Staate.
Und genau die gleichen werden nach dem Freispruch auf die Staatsanwaltschaft einprügeln, wofür sie denn da ein Verfahren eingeleitet habe. Ein Verfahren, das die Staatsanwaltschaft nur unter größtem Medialen Druck angeleiert hat.
Amos
Dieser Prozeß ist überflüssig wie ein Kropf. Der Mann ist bereits politisch verbrannt, hat Ansehen und Ruf verspielt, wurde von seiner Frau verlassen und steht vor einem Scherbenhaufen. Ob seine großzügige Apanage da hilfreich ist, bezweifel ich. Ändert aber nichts an seinem damaligen Fehlverhalten.
elfigy
Das Gericht und die Staatsanwaltschaft konnten es gar nicht richtig machen. Hätten sie keinen Prozess angestrengt und nicht sorgfältig ermittelt, hätte man ihnen vorgeworfen, sie kehren das unter den Tisch. Und die Summe darf auch keine Rolle spielen, weil Leute, die nicht prominent sind, müssen auch wegen 100 Euro vor den Kadi.
moonlady123456
Zur Frage: Nein, daran wird sich sicher nichts ändern.

Was ich wirklich entlarvend fand, dass noch auf ihn verbal eingeprügelt wurde, als er schon lange am Boden lag. Früher hieß das "Nachtreten" und galt als absolut unsportlich.....