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"Die Tatortverunreiniger_innen": Gruppe bekennt sich zu Anschlag auf Schweigers Haus

Nach dem Anschlag auf das Haus von Filmstar Til Schweiger ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Grund der Attacke ist demnach Schweigers Kinofilm "Schutzengel".

Es ging offenbar um den Krieg in Afghanistan: Nach dem Anschlag auf das Haus von Filmstar #link;http://www.stern.de/kultur/film/til-schweiger-90279536t.html?sort=datedown; Til Schweiger# hat die "Hamburger Morgenpost" eigenen Angaben zufolge ein Bekennerschreiben erhalten. Darin übernehme eine Gruppe mit dem Namen "die Tatortverunreiniger_innen" die Verantwortung für die Attacke, heißt es.

Der Zeitung zufolge wirft die Gruppe Schweiger vor, dass er mit seinen öffentlichen Äußerungen und seinem Film "Schutzengel" den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan verherrliche. Die Opfer des Krieges würden dagegen in den Aussagen und Filmen des Schauspielers nicht erwähnt. Der Anschlag sei aus Protest gegen dieses Verhalten verübt worden.

Farbbeutel geworfen und Mini abgefackelt

Auf Schweigers Haus waren in der Nacht zu Montag mehrere Farbbeutel geworfen worden. Außerdem wurde Medienberichten zufolge das Auto der Freundin des "Tatort"-Kommissars, Svenja Holtmann, angezündet. Der Mini Cooper brannte komplett aus.

Um drei Uhr morgens soll ein Passant die Polizei und die Feuerwehr informiert haben. Wie mehrere Medien berichten, sollen sich Schweiger und Holtmann zum Tatzeitpunkt nicht in dem Haus aufgehalten haben. Laut Morgenpost ist das Paar derzeit im Urlaub. Die Hamburger Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur DPA bestätigte die Polizei einen Anschlag auf ein Haus in den Elbvororten, wollte sich aber nicht zur Identität des Hausbewohners äußern. Von Til Schweigers Seite war bislang keine Stellungnahme zu erhalten.

mad/kmi/DPA / DPA