30. Verhandlungstag Zeugin: Block wollte Jugendamt erst nicht zu Kindern lassen

Block soll nach der Rückkehr mit ihren Kindern nach Hamburg zunächst keinen Kontakt zum Jugendamt gewünscht haben. Foto: Marcus
Block soll nach der Rückkehr mit ihren Kindern nach Hamburg zunächst keinen Kontakt zum Jugendamt gewünscht haben. Foto
© Marcus Brandt/dpa
Nach der Entführung der Block-Kinder aus Dänemark hat eine Securityfirma das Haus der Mutter in Hamburg bewacht. Eine Mitarbeiterin beschreibt die Ankunft der Kinder in ihrem alten Zuhause.

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat eine Security-Frau die Rückkehr der Kinder ins Haus ihrer Mutter geschildert. Block habe zunächst nicht gewollt, dass die Kinder von Mitarbeitern des Jugendamtes und der Polizei in Augenschein genommen werden, sagte die 52 Jahre alte Zeugin, die Anfang Januar 2024 zur Bewachung des Hamburger Wohnhauses der Unternehmerin Christina Block engagiert worden war.

"Frau Block hat zuerst geäußert, dass sie das nicht möchte", sagte die Mitarbeiterin einer Security-Firma. "Sie war besorgt, dass die ganze Situation noch zu aufgewühlt ist und sie auch nicht sicher war, ob das für ihre Kinder schon gut ist." 

Zeugin: Block war aufgewühlt und emotional angespannt

Der damals zehnjährige Sohn und die 13-jährige Tochter Blocks waren laut Anklage in der Silvesternacht 2023/24 von einer israelischen Sicherheitsfirma gewaltsam aus der Obhut ihres Vaters in Dänemark entführt und zunächst nach Süddeutschland gebracht worden. Dort soll Christina Block die Kinder abgeholt und mit ihnen nach Hamburg gefahren worden sein.

Jugendamt und Polizei hätten Block dann aber davon überzeugt, dass es auch in ihrem Interesse sei, die Kinder vom Jugendamt in Augenschein nehmen zu lassen, sagte die Zeugin. "Es sind dann zwei Damen rein gegangen mit Frau Block." Die Unternehmerin habe in diesem Moment "sichtlich aufgewühlt" und "emotional angespannt" gewirkt.

Christina Block ist angeklagt, die Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder in Auftrag gegeben zu haben. Sie weist die Anschuldigung zurück. Es gibt sechs weitere Angeklagte.

dpa

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