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Armbrust-Attacke: Kater Moo Moo überlebt mit Pfeil im Kopf

Donna Ferrari war geschockt: Die Neuseeländerin fand ihren Kater Moo Moo in einem Gebüsch; aus seinem Kopf ragte ein riesiger Armbrust-Pfeil. Eine Not-OP rettete dem Kater das Leben.

Der Pfeil durchschlug Moo Moos Kopf. Ein Unbekannter hatte im neuseeländischen Wainuiomata mit einer Armbrust auf den vier Jahre alten Kater geschossen - warum auch immer. Es hätte eigentlich den sicheren Tod des Tieres bedeuten müssen, doch Moo Moo überlebte. Der Pfeil trat oberhalb des linken Auges ein und hinter dem Ohr wieder aus dem Schädel heraus. Dabei streifte das Geschoss lediglich den Schädelknochen, das Gehirn wurde dagegen wie durch ein Wunder nicht beeinträchtigt.

"Er hat sehr, sehr viel Glück gehabt", sagte Tierarzt Jonathan Bray am Mittwoch. Tierärzte von der Massey-Universität hatten das Tier am Dienstag operiert. Da die Gehirnmasse nicht beeinträchtigt war, war der Eingriff für die Spezialisten nicht kompliziert. "Es gab eine kleine Verletzung an seiner Nase und seiner Augenhöhle", bilanzierte Bray. Alles noch mal gut gegangen.

Doch für Donna Ferrari war es ein Schock als sie ihren Moo Moo nach der Attacke das erste Mal sah. "Erst dachte ich, dass sein Kinderspielzeug", doch dann realisierte sie, dass der der Pfeil an beiden Seiten aus dem Schädel des Katers ragte. Moo Moo selbst war natürlich auch sehr mitgenommen. Der Kater versteckte sich im Gebüsch und war auch durch Donna nicht dazu zu bewegen, sein Versteck zu verlassen. Erst am nächsten Tag gelang es Donna und einem Nachbarn, Moo Moo nochmals aufzuspüren. Mit Hilfe einer Heckenschere befreiten sie den völlig verängstigten Kater und brachten ihn in die tierärztliche Klinik von Wainuiomata. "Dort sagte man mir, sie hätten sowas noch nie gesehen". Die Veterinäre alarmierten schließlich die Uni-Klinik, wo Moo Moo von dem Pfeil befreit wurde.

Am Tag nach der Operation geht es Moo Moo gut. "Er ist aufgeweckt und zufrieden, die Wunde heilt gut, und er wird keine bleibende Schäden zurückbehalten", sagt Tierarzt Bray. Rätslehaft bleibt zunächst aber, wer auf das Tier geschossen habe, berichtete die örtliche Tageszeitung "The Dominion Post". Die Polizei untersucht den Vorfall. Dem Täter drohe bis zu einem Jahr Haft, sagte ein Vertreter der örtlichen Tierschutzorganisation dem Blatt.

Donna und ihre Freunde versuchen, den Polizei bei der Suche nach dem Täter zu helfen. Sie posteten die Fotos, die Moo Moo mit dem Pfeil im Kopf zeigen, auf Facebook. "Das macht mich krank", kommentiert Donna den Vorfall. "Ich hoffe, derjenige, der dafür verantwortlich ist, wird gefasst. Oder er bekommt soviel Hass von der Community zu spüren, dass er sowas nie wieder tut."

dho mit DPA
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