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Berliner Bahnhof Zoo 24-Jähriger verliert Kontrolle über SUV und rast auf Gehweg – drei Schwerverletzte

Sehen Sie im Video: Berlin – 24-Jähriger fährt in Menschengruppe-




Ein Schreckmoment in Berlin - In unmittelbarer Nähe zum Breitscheidplatz fuhr am frühen Morgen ein PKW in eine Menschengruppe. Bereits nach kurzer Zeit konnte die Polizei jedoch bestätigen, dass es weder Todesopfer gab noch Anzeichen für einen politisch oder religiös motivierten Anschlag vorliegen. Allerdings wurden bei dem Unfall sieben Menschen verletzt, drei davon schwer. Dennis Passlack von der Berliner Feuerwehr: „Beim Eintreffen haben wir den besagten PKW auf dem Gehweg vorgefunden. Eine Person war unter dem PKW eingeklemmt, musste durch die Feuerwehr befreit und anschließend reanimiert werden. Nach zunächst erfolgreicher Reanimation ist diese Person ebenfalls, wie die weiteren sechs Verletzten, ins Krankenhaus gekommen." Laut bisherigem Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass ein 24-jähriger Fahrer beim Linksabbiegen aufgrund überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über den Wagen verloren habe. „Wir haben bislang noch keine Kenntnisse dazu, ob wir hier eine Trunkenheit, oder eine Einflussnahme von berauschenden Mitteln haben", so Polizeisprecher Halweg. Der Mann befindet sich aktuell in Polizeigewahrsam. Auf dem Breitscheidplatz, der sich in Sichtnähe zu dem Unfallort befindet, hatte der Islamist Anis Amri am 19. Dezember 2016 einen Sattelzug in einen Weihnachtsmarkt gelenkt und elf Besucher getötet.
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Am Berliner Bahnhof Zoo hat ein 24-Jähriger am Sonntagmorgen in einer Kurve die Kontrolle über sein Auto verloren. Der tonnenschwere SUV erfasste sieben Menschen – drei davon wurden bei dem Aufprall auf dem Gehweg schwer verletzt. Die Polizei nahm den Unfallfahrer fest.

Ein 24-jähriger Mann ist im Berliner Stadtteil Charlottenburg mit seinem Geländewagen in eine Menschengruppe gefahren und hat sechs Personen verletzt. Der Fahrer habe ersten Erkenntnissen zufolge am Sonntagmorgen beim Abbiegen die Kontrolle über das tonnenschwere Auto verloren, weil er zu schnell unterwegs war, sagte eine Polizeisprecherin. "Wir haben bislang keinen Hinweis auf ein Anschlagsgeschehen." Es gebe auch keine Anhaltspunkte für eine politische oder religiöse Motivation.

Der Fahrer des Unfallwagens sei vor Ort festgenommen worden. Gegen ihn werde nun wegen Verdachts auf Totschlag ermittelt, sagte die Sprecherin am Vormittag. Ein Atemalkoholtest habe einen Wert von 0,7 Promille ergeben. Hinweise auf ein illegales Autorennen mitten in der Stadt gebe es nicht.

Traurige Bilanz: Drei Schwerverletzte

Gegen 7.20 Uhr war der Wagen in der Nähe vom bekannten Bahnhof Zoo in die Menschengruppe gefahren und schließlich gegen einen Briefkasten geprallt. Drei Männer wurden dabei nach Polizeiangaben schwer verletzt, eine Frau und zwei weitere Männer erlitten leichte Verletzungen. Eine Person sei unter dem Fahrzeug eingeklemmt worden und nach der Bergung wie die anderen Verletzten ins Krankenhaus gekommen, hieß es von der Feuerwehr. Die drei Schwerverletzten gehören einem Sprecher zufolge dem Obdachlosenmillieu an. Zwei von ihnen sollen auch am Nachmittag noch nicht ansprechbar gewesen sein. Mehrere Augenzeugen wurden an der Unfallstelle von Notfallseelsorgern betreut. Im Bereich am Bahnhof Zoologischer Garten seien auch am Sonntagmorgen viele Menschen unterwegs.

Der schwarze Unfallwagen steht unter einem provisorischen Pavillon, davor der zerstörte Briefkasten
Erst an einem Briefkasten am Berliner Bahnhof Zoo kam der tonnenschwere SUV eines 24-Jährigen zum Stehen. Der hatte die Kontrolle über seinen Wagen verloren und sieben Menschen erfasst.
© Tobias Schwarz / AFP

Der genaue Fahrverlauf sei noch ungeklärt, sagte die Polizeisprecherin. Der Fahrer wurde bei dem Aufprall nicht verletzt. Ermittler vor Ort befragten Zeugen und untersuchten den Geländewagen. Die Hardenbergstraße und der Ausgang aus dem S-Bahnhof Zoologischer Garten waren abgesperrt und wurden von den Ermittlern erst gegen 13 Uhr wieder freigegeben. Am Mittag wurde der Unfallwagen mit einem Kran angehoben. Polizisten untersuchten und fotografierten den Unterboden.

+++ Der Artikel wurde im Laufe des Tages aktualisiert +++

js DPA

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