HOME

Schwere Gewitter: Soldaten durch Blitze verletzt - Düsseldorfer stirbt in Südtirol

Schwere Gewitter haben nach einer Hitzeperiode die Alpen heimgesucht. In den Dolomiten starb ein Wanderer aus Deutschland, als er von einem Blitz getroffen wurde. Bei Mittenwald wurde ein Bundeswehr-Biwak vom Unwetter überrascht.

Dramatisch gefärbte Gewitterwolke

Gewitterwolke über Bayern: Bei schweren Unwettern kamen zwei Menschen ums Leben, etliche wurden verletzt

DPA

Blitze haben am Mittwoch einen deutschen Bergwanderer in Südtirol getötet. In Bayern wurden 16 Soldaten während eines schweren Gewitters verletzt.

Die Soldaten wurden nahe Mittenwald im Landkreis Garmisch-Partenkirchen von dem Blitz getroffen. Vier von ihnen wurden teils schwer verletzt. Die Soldaten absolvierten im Rahmen ihrer Grundausbildung ein sogenanntes Biwak - ein provisorisches Nachtlager im Freien -, als am Nachmittag das Unwetter über die Region zog.

„Gegen 15 Uhr zog ein Gewitter auf", berichtete ein kommandierender Offizier der "Bild"-Zeitung. "Es wurden die üblichen Sicherungsmaßnahmen eingeleitet. Übungsabbruch, sämtliche Funkgeräte ausgeschaltet, Metallteile wie Waffen abseits der Soldaten gelagert. Und trotzdem schlug ein Blitz nahe des Aufenthaltsorts von einigen Soldaten ein.“

Vier der Männer wurden besonders hart getroffen, drei mussten sofort in ein Krankenhaus geflogen werden. Die übrigen Soldaten wurden noch vor Ort versorgt, teilte die Polizei mit. Für die Rettungskräfte war es ein Großeinsatz: 17 Rettungsfahrzeuge, zwei Rettungshubschrauber sowie Polizei und Bergwacht wurden aktiv.

Düsseldorfer stirbt in den Dolomiten

In Südtirol kam dagegen für einen 34 Jahre alten Wanderer aus Düsseldorf jede Hilfe zu spät. Er sei unter anderem mit seiner Frau an der Rotwandspitze in den Dolomiten unterwegs gewesen, als ein Gewitter aufgezogen sei, sagte ein Mitarbeiter der Bergrettung Aiut Alpin Dolomites. Am Mittwoch starb zudem ein Südtiroler an den Folgen eines Blitzeinschlags im Langtauferer Tal, wie das Onlineportal "Stol.it" unter Berufung auf die Bergrettung berichtete. In Südtirol waren nach einer langen Hitzeperiode Unwetter erwartet worden.

dho / DPA